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Die Nähkünste der Daniela Eiberger

Von Andreas Seiler. Aktualisiert am 07.03.2011

Es dauert lange. Aber wer das Herz der Berner mal erobert hat, gehört dazu», sagt Daniela Eiberger. Sie muss es wissen, ist die 33-Jährige doch vor drei Jahren von München nach Bern gezogen.

Verwirrspiel in zwei Spiegeln: Coiffeuse Sandra Kessler und  Wahlbernerin Daniela Eiberger (im kleinen runden Spiegel) begutachten die neue «blond-gemèchte» Frisur.

Verwirrspiel in zwei Spiegeln: Coiffeuse Sandra Kessler und Wahlbernerin Daniela Eiberger (im kleinen runden Spiegel) begutachten die neue «blond-gemèchte» Frisur.
Bild: Beat Mathys

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Heute sitzt sie wie eine Einheimische bei ihrer Berner Coiffeuse Sandra Kessler vom Coiffeursalon Verwandelbar – Hairstyle & Makeup an der Effingerstrasse und lässt sich Mèches einfärben. «Blond auf strassenköterbraun», wie sie es lachend selbst beschreibt.

Daniela Eiberger fühlt sich wohl in dieser Stadt. Sie habe sich eingelebt, sagt sie. Geholfen habe ihr dabei auch ihr Sofa. Das «Fläzteil» sei das einzige Materielle, das sie nie und nimmer in München zurückgelassen hätte. Deshalb hat sie es in ihre heutige Heimat Bern zügeln lassen. Ihre Funktion als Chefin eines kleinen Marketing-Teams im Pharma-Bereich hält sie tagsüber auf Trab. «Deshalb ist es schön, wenn ich abends nach Hause komme und mich auf genau dieses Sofa schmeissen und den Tag ausklingen lassen kann.» Das Lieblingsteil ihrer Wohnung ist dunkelbraun und mit beigen Kissen drapiert. Sind diese Kissen selber genäht? «Nein, aber ich lerne derzeit nähen», meint die modisch gekleidete Deutsche. «Ich möchte mir einmal so Kissen oder Tischdeckchen selber fertigen können und damit meine Wohnung schöner gestalten.» Früher habe sie ihre Näharbeiten immer ihrer Mutter nach Deutschland gebracht: «Liebe Mamma, kannst du mir mal helfen und mir das nähen?» Mit dieser Unselbständigkeit sei nun Schluss. «Ich habe mich nun zu einem wöchentlichen Nähkurs angemeldet.»

Die nette und erfahrene Leiterin des Kurses helfe ihr nun, nach einem Schnittmuster ein erstes Kissen abzustecken und anschliessend mit dem Fadenschlag an ihrer neu gekauften Nähmaschine – einem robusten Schweizerprodukt – zu nähen. «Mit dieser ersten Arbeit bin ich allerdings noch nicht fertig. Ich bin noch Anfängerin, das dauert», sagt sie entwaffnend und lacht schallend. Sie sei jedoch begeisterte Kursbesucherin und hoffe, dass sie es bald schaffe, ein Kleidungsstück für sich selbst zu nähen. Und auch für ihre nahe Zukunft hat sie die Ziele bereits abgesteckt und konkrete Vorstellungen: «Wenn ich mal ganz, ganz gut bin, will ich Dinge nähen, die ich weiterschenken kann.»

Herzlichen Dank an Sandra Kessler und Sarah Locher von Verwandelbar - Hairstyle&Makeup in Bern. Info: www.verwandelbar.ch. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.03.2011, 16:58 Uhr

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