Tutti Frutti Mutti

Der Serienjunkie über Frauenrollen, Sexismus – und Früchtchen.

Feminismus sieht anders aus: RTL Nitro bringt die Kult-Spielshow «Tutti Frutti» zurück.

Feminismus sieht anders aus: RTL Nitro bringt die Kult-Spielshow «Tutti Frutti» zurück.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Kollegin bestellt einen Whiskey Sour, weil ihre liebste Serienfigur in der Werberserie «Mad Men» immer Whiskey Sour trinkt. Und schimpft: «Frauen werden im Fernsehen immer noch zu konservativ dargestellt. Nehmen wir die Comedy ‹Modern Family›: Da kommt zwar ein Homopaar mit Adoptivkind vor, aber die Protagonistinnen sind zwei Muttis, eine tussig, eine bieder.»

Ich nicke, trinke Whiskey Sour, weil ich unbedingt einen Drink mit Cocktailkirsche haben wollte, und ergänze: «Selbst die emanzipiertesten Frauen wollen am Ende bloss eins: heiraten. Sogar Robin aus ‹How I Met Your Mother›».

«Die lässt sich immerhin scheiden», antwortet die Kollegin. Und fügt an, dass sie Scheidungen im Fall nicht toll fände. Also ausser ein Paar leide, dann sei es besser. «Ach, das ist ein schwieriges Thema. Genauso schwierig wie die Sache mit dem Hashtag.»

#SchweizerAufschrei ist gemeint. Darunter teilen Frauen auf Twitter ihre Sexismus-Erfahrungen. «Ich wurde noch nie begrabscht», stellt die Kollegin fest. «Und ich verdiene sogar gleich viel wie meine männlichen Mitarbeiter.»

«Hear, hear!», rufe ich und will darauf anstossen – doch die Gläser sind mittlerweile leer. Nur die Cocktailkirschen kleben noch drin. Da fällt mir ein: «‹Tutti Frutti› kommt zurück ins Fernsehen.»

Die kultige Spielshow «Tutti Frutti» kommt wieder und läuft im Winter auf RTL Nitro an. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.10.2016, 13:13 Uhr

Kommentare

Blogs

Foodblog Die grüne Matte-Fee

Gartenblog Zwergengarten

Die Welt in Bildern

Beinfreiheit einmal anders: Im sächsischen Niederwiesa machen riesige Frauenbeine auf die Ausstellung «High Heels - die hohe Kunst der Schuhe» aufmerksam, die im nahen Schloss Lichtenwalde zu sehen ist. (23. Mai 2017)
(Bild: Sebastian Willnow/DPA) Mehr...