Spiel, Satz, Fehlanzeige

Der SCB ist also Schweizer Meister. Sportserien sind trotzdem nicht beliebt. Ausser bei Sportmuffeln.

Mila Superstar hat gut lachen. Ihre Serie gehörte zu den wenigen erfolgreichen Sportserien.

Mila Superstar hat gut lachen. Ihre Serie gehörte zu den wenigen erfolgreichen Sportserien. Bild: zvg

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Was ich vom Sport mitbekomme, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: YB startet na ja in eine Saison und beendet sie na ja, der SCB beginnt verhalten und steht am Ende regelmässig als Schweizer Meister da. Ich weiss, dass ich mit meinem Desinteresse auf verlorenem Posten stehe. Die Mehrheit verfolgt vergiftet diese und jene Sportart und freut sich, wenn der Serienabend zugunsten einer Liveübertragung abgeblasen wird.

Umso erstaunlicher, dass es kaum fiktive Sportserien gibt. Scheinbar fehlts an der Nachfrage. Im Gegensatz zu Produktionen, in denen Journalistinnen und Journalisten die Hauptrolle spielen (von «Mary Tyler ­Moore» über «Suddenly Susan» bis «The Newsroom»). Daran gemessen, sollte ja eigentlich mein Berufsstand die horrenden Gagen einstreichen... aber item.

Es ist, als ob sich Sportfanatiker sagen würden: «Bälle, Netze, Kniestrümpfe über alles – aber beim Serienprogramm, da ziehe ich eine Linie!» Hier heisst es Stabübergabe, denn ich kann den wenigen Sportserien durchaus was abgewinnen. Als Kind verpasste ich keine Folge der animierten japanischen Volleyballspielerin «Mila Superstar», später schaute ich etwa «Friday Night Lights» über texanischen Vorstadtfootball.

Der kleine, feine Unterschied liegt wohl darin, dass man Serien nicht geniessen kann, wenn man den Fernseher mit einem halb zerkauten Hotdog im Mund anbrüllt.

Alle Folgen des Serienjunkies finden Sie hier. (Berner Zeitung)

Erstellt: 14.04.2016, 11:56 Uhr

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