Katzen wie Kissen

In Fernsehserien ist das Halten von Vierbeinern verbreitet, aber selten realistisch.

Cam, Mitchell und ihre Gelegenheitskatze Larry in der Comedy «Modern Family» .

Cam, Mitchell und ihre Gelegenheitskatze Larry in der Comedy «Modern Family» . Bild: zvg

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Da sträuben sich einigen Engländern die Haare: Die Warenhauskette John Lewis, bekannt für ihre Weihnachtswerbung, lässt in den entsprechenden Fernsehspots dieses Jahr Füchse auf einem Trampolin rumspringen. Da sich im echten Leben immer wieder Vierbeiner in Trampolinnetzen verfangen, finden das Tierliebhaber nachvollziehbarerweise deplatziert. (Der Spot mit teilanimierten Waldbewohnern ist trotzdem süss.)

John Lewis bedient sich einer alten Medienweisheit: Tierli ziehen immer. Das wissen auch Serienmacher. Für den Jöh-Effekt oder einen guten Lacher stellen sie Figuren gelegentlich Haustiere zur Seite. So stolpert Familienvater Mike Baxtor in der Sitcom «Last Man Standing» (2011 bis heute) ab und an über einen Hund, Karrierefrau Miranda mutierte in «Sex and the City» (1998–2004) für ein paar Folgen zur Katzenhalterin, und auch die Lebenspartner Cam und Mitchell besitzen in der Comedy «Modern Family» (2009 bis heute) hie und da eine Katze, die brav wie ein Kissen das Sofa ziert:

Wer schon einmal ein Haustier besass, das grösser war als eine Walnuss, weiss, dass dies kaum der Realität entspricht. Ist erst einmal ein Fellknäuel da, spielt es keine Statistenrolle, sondern dominiert gleich die ganze Storyline. Was die Serien da als Haustiere ausgeben, habe ich zu Hause auch rumstehen. Ich nenne es Vase. (Berner Zeitung)

Erstellt: 16.11.2016, 16:44 Uhr

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