«Der Arbeitstag ist mit dem Matchball nicht zu Ende»

Viktorija Golubic (WTA 51) erzählt von ihren Erlebnissen rund um das Ladies Open Biel.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Weil mein Match erst auf 18.30 Uhr angesetzt war, verbrachte ich einen gemütlichen Vormittag. Nach dem Zmörgele machte ich einen Spaziergang im Stadtzentrum von Biel. Nach dem Mittag begab ich mich auf die Anlage, wo ich mein normales Vorbereitungsprogramm absolvierte: ein kurzes Warm-up, Besuch beim Physiotherapeuten, einspielen, Griffbänder wechseln und essen.

Das Spiel gegen Laura Siegemund war sehr spannend und intensiv. Körperlich fühlte ich mich bis am Schluss gut, nur einmal spürte ich etwas Merkwürdiges im Bereich der Leiste. Doch ich lockerte meine Beine und merkte rasch, dass die Sache unproblematisch war. Im dritten Satz nutzte ich die Gelegenheit, meinen Coach, Phillip Wallbank, auf den Platz zu holen. Ich mache von dieser Regel selten Gebrauch, doch diesmal lastete ein Druck auf mir. Laura spielte sehr stark.

Obwohl ich von 0:3 auf 2:3 aufgeholt hatte, hatte ich das Gefühl, in ihrer Mühle gefangen zu sein. Es half mir, konnte ich jemandem erzählen, was in mir vorging. Es ist schwierig zu beschreiben: Ich konnte entladen, Spannung abbauen. Jedenfalls fühlte ich mich im Kopf danach wieder ruhiger.

Mit dem Verwerten des Matchballs ist der Arbeitstag nicht zu Ende. Nach dem Platzinterview mit Heinz Günthardt stand die Pressekonferenz auf dem Programm. Dann ging ich zehn Minuten auf den Hometrainer, um «auszulaufen». Wichtig ist jeweils auch, sich vom Physiotherapeuten die Muskeln massieren zu lassen – schliesslich will ich topfit zur Zweitrundenpartie antreten. Zudem gilt es, die Speicher aufzufüllen, auch wenn man keinen Hunger hat. Und wenn die Anspannung abfällt, setzt die grosse Müdigkeit ein.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 13.04.2017, 10:10 Uhr

Viktorija Golubic. (Bild: Keystone )

Artikel zum Thema

«Das Wort Party erweckt einen falschen Eindruck»

Sportblog Viktorija Golubic (WTA 51) erzählt von ihren Erlebnissen rund um das Ladies Open Biel. Mehr...

«Aufpassen bei der Ernährung»

Sportblog Viktorija Golubic (WTA 51) erzählt von ihren Erlebnissen rund um das Ladies Open Biel. Mehr...

«Das Reisen ist keine Regeneration»

Sportblog Viktorija Golubic (WTA 51) erzählt von ihren Erlebnissen rund um das Ladies Open Biel. Mehr...

Service

Mitdiskutieren, teilen, gewinnen.

News für Ihre Timeline.

Kommentare

Blogs

Gartenblog Gern gesehene Gäste

Bern & so Guten Abend, liebe Sorgen

Promotion

Kostenlose Ebooks

Laden Sie in unserem Weiterbildungs-Channel kostenlos Ebooks herunter.

Die Welt in Bildern

Männchen machen für einen Heiligen: Auf den Hinterbeinen bahnen sich Pferd und Reiter ihren Weg durch die Menschenmenge in Ciutadella auf der spanischen Insel Menorca. Das ist Brauch während des San-Juan-Fests – und wer die Brust des Tieres streicheln kann, soll vom Glück gesegnet werden. (23. Juni 2017)
(Bild: Jaime Reina) Mehr...