Eine ansteckende Serie

Wie eine Sommergrippe: Die neue Netflix-Serie «Stranger Things» fesselt auch bei gutem Wetter ans Sofa.

Achtzigerjahre-Chic und übersinnliche Kreaturen: Das ist der Mix von «Stranger Things».

Achtzigerjahre-Chic und übersinnliche Kreaturen: Das ist der Mix von «Stranger Things». Bild: zvg/Netflix

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Niesen, Husten, Heiserkeit – dieser Sommer tönt wie ein Winter. Einziger Unterschied: Gegen Halsschmerzen gibts Glace, und zum Fiebersenken wird die Klimaanlage aufgedreht. Als Serienjunkie kommt so eine Sommergrippe gar nicht ungelegen. Endlich kann man sich auch in den Monaten ohne «R» ruhigen Gewissens vor dem Fernseher einquartieren. Und niemand wird, Viren sei Dank, Dinge sagen wie: «Bei der Hitze gehst du besser ins Schwimmbad!», oder: «Geh ein bisschen an die Sonne, du bist so bleich!»

Diesen Sommer ist es besonders wichtig, dass Serienliebhaber nicht zu viel Zeit in der Aare versiffen, denn mit «Stranger Things» ist auf Netflix gerade «the next big thing» gestartet, wie die Angelsachsen sagen (zu Deutsch: der neue heisse Scheiss). Der Plot klingt wie ein Achtzigerjahre-Film, und genau in dem Jahrzehnt ist die Geschichte angesiedelt: Ein Junge verschwindet und seine Kumpel suchen mit Walkie-Talkies und BMX-Velos nach ihm – und mit der Hilfe eines Mädchens, das übersinnliche Kräfte besitzt. Es kommt noch «stranger»: Im US-Kleinkaff, in dem sich die Tragödie abspielt, treibt ein gesichtsloses Monster sein Unwesen.

Ob es für das Verschwinden des Jungen verantwortlich ist? Oder ob die Entführer doch eher im ominösen Forschungslabor wirken, die Experimente mit anderen Dimensionen durchführen? Gänsehautfaktor trifft auf Retrochic, oder anders gesagt: «Stranger Things» ist die Kombination aus dem Jugendfilm «The Goonies» (1985) und der «Mystery-Serie «Akte X» (seit 1993):

«Stranger Things» hat auch Parallelen zu einer Grippe: Die Serie beginnt harmlos (Kratzen im Hals), doch ehe man sich versieht, steht man nicht mehr auf vor lauter Spannung (Fieber und Gliederschmerzen). Ist man schliesslich durch mit der ersten Staffel, kann man nicht aufhören, darüber nachzudenken (Husten) – und steckt alle anderen mit der Begeisterung an.

1. Staffel «Stranger Things» läuft auf Netflix. Mehr vom Serienjunkie gibt es hier. (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.08.2016, 12:06 Uhr

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