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Pneu-Test: Ein Drittel fällt durch

Von Christoph Schmutz. Aktualisiert am 31.03.2009

Was ein guter Sommerreifen ist, lässt sich optisch nicht erkennen. Der TCS hat getestet: Von 34 Sommerpneus sind nur 22 empfehlenswert.

Bremsweg: Zwischen guten und schlechten Reifen besteht ein beträchtlicher Unterschied.

Bremsweg: Zwischen guten und schlechten Reifen besteht ein beträchtlicher Unterschied.

So sehen Sieger aus: der Fulda Carat Progresso...

So sehen Sieger aus: der Fulda Carat Progresso...

...und der Michelin  Primacy HP.

...und der Michelin Primacy HP.

Links

Für den Sommer 2009 hat der TCS Sommerreifen in zwei Dimensionen getestet. 18 Reifen der Dimension 185/60 R14 mit Geschwindigkeitsindex H (bis 210 km/h) und 16 Reifen der Dimension 205/55 R16 mit Geschwindigkeitsindex W (bis 270 km/h).

185/60 R14 H

Die Dimension 185/60 R14 H stellt eine wichtige Grösse im Marktsegment der Kleinwagen dar. 10 von 18 der in dieser Dimension getesteten Reifen kann der TCS empfehlen. Erfreulicherweise befinden sich unter den sieben «sehr empfehlenswerten» Reifen auch solche aus dem günstigeren Preissegment. So etwa die beiden Zweitmarken von Continental-Uniroyal und Semperit-, Goodyears Zweitmarke Fulda schnappte sich gar den Testsieg in dieser Dimension, und auch Kumho belegte mit dem Solus KH17 ein stolzes «sehr empfehlenswert». Die weiteren Hersteller an der Spitze sind Michelin, Continental und Bridgestone.

Dafür fällt in dieser Dimension das Mittelfeld mit nur drei Herstellern, die ein «empfehlenswert» schafften, etwas mager aus. Es sind Produkte von Goodyear, Firestone und Dunlop.

Untaugliche chinesische Reifen

Dass es den Produkten von Vredestein, Hankook, Pneumant, Yokohama und Maxxis nur zu einem «bedingt empfehlenswert» reichte, hat mit Schwächen auf trockener (Vredestein) respektive nasser Fahrbahn zu tun.

Nicht empfehlen kann der TCS die Reifen von Maloya und die in China hergestellten Gummis von Kenda und Wanli. Dabei fiel der Wanli-Reifen auf nasser Fahrbahn mit einem doppelt so langen Bremsweg als der Durchschnitt der Konkurrenz komplett durch. Ebenfalls Schwächen auf nasser Fahrbahn zeigte der Kendo-Reifen, während der Maloya beim trockenen Bremsen versagte.

Günstighersteller können mithalten

Auch in der Dimension 205/55 R16 W, die vor allem in der Kompakt- und Mittelklasse verbaut wird, schmuggelten sich in der Kategorie «sehr empfehlenswert» zwei günstigere Alternativprodukte von Nokian und Firestone unter die drei Premiumhersteller Michelin, Continental und Bridgestone.

Sechs Hersteller erreichten die Note «empfehlenswert» (Dunlop, Maloya, Uniroyal, Fulda, Semperit und Kumho).

In der Kategorie «bedingt empfehlenswert» sind drei Reifen zu finden: Hankook Ventus Prime K105, Matador Ultra Sport Hectorra 2 und Avon ZV5.

Bremsweg variiert

Das grösste Risikopotenzial besteht bei den «nicht empfehlenswerten» Produkten von Syron und Marbor, die grosse Schwächen auf nasser Fahrbahn aufweisen: längste Bremswege im Testfeld, schlechte Seitenführung bei der Kreis- und Handlingfahrt.

Erstmals nach über fünf Jahren haben zwei Produkte (von Kumho und Avon) den besonders anspruchsvollen TCS-Schnelllauftest nicht bestanden.

Aufgrund der Testergebnisse haben bereits drei Hersteller ihre Produkte angepasst. Avon, Marbor und Vredestein. (Automobil Revue)

Erstellt: 31.03.2009, 09:41 Uhr

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