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Welche Schluckspechte in Genf im Rampenlicht stehen
Von Thomas Kohler. Aktualisiert am 03.03.2010 2 Kommentare
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Keine Frage: Bei vielen Herstellern ist Umweltschutz ein Thema. Ebenso Sparsamkeit. Das belegen unzählige Elektro- und Hybridfahrzeuge. Aber beide bleiben oft randständig. Autos mit geringem Verbrauch und entsprechend niedrigem CO2 finden sich am Autosalon oft am Rande der Stände. Im Rampenlicht stehen komfortable Limousinen und PS-starke Sportboliden.
Auffällig ist das Verschwinden des grössten Geländewagens Hummer. Der amerikanische Hüne wurde ein Opfer der Finanzkrise: Hersteller GM gab die Marke wegen drohenden Konkurses auf. Geblieben ist der Range Rover, Urgestein der allradgetriebenen Überlandfahrzeuge mit gehobenem Komfort. Ausgestattet mit dem stärksten Motor, einem V8-Aggregat mit 510 PS, genehmigt sich der feldwegtaugliche Koloss im Stadtverkehr satte 22,6 Liter Benzin. Sein Konkurrent, der Mercedes ML, langt in der gleich starken Version «AMG 63» noch ungenierter hin: Er schluckt 24,1 Liter (Stadt) pro 100 Kilometer Fahrt.
Die japanische Konkurrenz schlägt sich kaum besser: Der Pajero von Mitsubishi kippt in der stärksten Version 17,7 Liter hinter die Binde, Nissan Pathfinder und Toyota Land Cruiser (beide mit V8-Motor) gar je 18,1 Liter. Diesen Marken gemein ist aber eine grosse Palette an Motoren. Die Kunden können den Durst ihres Allradlers also über die Motorenwahl drosseln. Der Toyota Land Cruiser begnügt sich mit Diesel-V8 zum Beispiel mit 12,9 Litern Treibstoff.
Diese Wahl bietet die automobile Luxusklasse nicht. Bentley zeigt in Genf sein neues Flaggschiff, den Mulsanne. Befeuert wird die 2585 Kilogramm schwere Limousine einzig vom traditionellen V8-Motor mit Turbolader. Den Verbrauch gibt Bentley verschämt mit «durchschnittlich» 16,9 Litern an. Das Bentley-Coupé und das -Cabrio bringen es mit demselben Motor aber auf einen Verbrauch im Stadtbetrieb von deutlich über 28 Litern. Zu den Schluckspechten zählen auch Maybach (24,6 Liter) und Rolls-Royce (23,3 Liter). Luxus, gepaart mit Sparsamkeit, bietet derzeit nur Jaguar. Wer die neue Limousine XJ mit Dieselmotor ordert, darf sich an der Zapfsäule freuen. Der Maximalverbrauch liegt bei 9,6 Litern. (Berner Zeitung)
Erstellt: 03.03.2010, 10:08 Uhr
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2 Kommentare
"Schluckspechte, genehmigt sich satte..., andernorts CO2-Dreckschleudern (!), usw." Jaguar + Range Rover gehören seit Jahrzehnten zu den schönsten Wagen überhaupt, haben eine Seele... Da spielt der Verbrauch eine untergeordnete Rolle. Sehr häufig haben solche Autos zeitlebens kleine km auf dem Buckel, weil die Besitzer mehrere kleinere Wagen auch fahren. Neidergeschichten?! Antworten
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Statt eine Auflistung der altbekannten Benzinverschwender (das Beste was man mit solch grossen Motoren machen kann, ist, sie im optimalen Betriebspunkt im Keller eines Schulhauses laufen zu lassen, um damit Wärme und Strom zu prodzieren), wünsche ich mir eine Liste mit tauglichen und bezahlbaren E-Fahrzeugen für den Stadtgebrauch! Antworten