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Toyota schrumpft, Honda spurtet

Kürzer, leichter und günstiger - so will Toyota den Hybridantrieb mit dem FT-CH in die Kompaktklasse bringen. Konkurrent Honda kontert mit dem sportlichen CR-Z Hybrid-Coupé.

Japanisches Hybrid-Doppel: Die dynamische Toyota-Studie FT-CH (oben) ist als sparsamer Stadtflitzer konzipiert, der Honda CR-Z (kleines Bild) vereint Umweltfreundlichkeit und Sportlichkeit.

Japanisches Hybrid-Doppel: Die dynamische Toyota-Studie FT-CH (oben) ist als sparsamer Stadtflitzer konzipiert, der Honda CR-Z (kleines Bild) vereint Umweltfreundlichkeit und Sportlichkeit.
Bild: Keystone/Keystone

Wie einst VW Golf und Opel Kadett in der Kompaktklasse, liefern sich heute Toyota Prius und Honda Insight bei den Hybridautos ein spannendes Duell. Und dieser Zweikampf, bei dem Toyota derzeit noch deutlich vorne liegt, wird sich in den kommenden Monaten und Jahren weiter akzentuieren. Denn nun wollen die beiden japanischen Hersteller die sparsame Hybridtechnik auch in der Kompaktklasse etablieren.

Dabei haben sich die Marken für zwei gänzlich unterschiedliche Strategien entschieden: Während Toyota mit dem FT-CH («CH» steht für Compact Hybrid) auf einen besonders sparsamen Stadtflitzer setzt, will Honda mit dem CR-Z – in Erinnerung an den kultigen Kompaktsportler CRX – auch mit einem Hybridauto Emotionen wecken.

Toyota glaubt an Hybrid-Boom

Auf dem Weg zum Hybrid-Millionär – Toyota will ab 2015 jährlich eine Million Hybridfahrzeuge verkaufen – will die Marke in den nächsten Jahren acht neue Hybridfahrzeuge auf den Markt bringen. Wie eines davon aussehen könnte, zeigt die Studie FT-CH derzeit in Detroit: Der Stadtflitzer ist im Vergleich zum Bestseller Prius um 56 Zentimeter geschrumpft und passt mit seiner Länge von 3,9 Meter problemlos in jede Parklücke.

Doch der Toyota FT-CH soll nicht nur mit seiner fortschrittlichen Technologie punkten, sondern auch mit seinem überraschend dynamischen Design. «Damit wollen wir in Zukunft auch die jüngeren Autofahrer ansprechen», heisst es bei den Japanern. Das futuristische Outfit und das spacige Cockpit der Studie entstand darum im europäischen Toyota-Designzentrum ED2 bei Nizza.

Grundlage für das neue Designkonzept ist gemäss den Designern die sogenannte Generation «8-Bit», die mit Internet, Playstation und iPod aufgewachsen ist. Zudem soll der Verbrauch des FT-CH dank des Leichtbaukonzeptes noch niedriger als beim Bestseller Prius liegen. In Zahlen: Werte deutlich unter vier Liter je 100 Kilometer werden für den Hybrid-Stadtflitzer angepeilt.

In 9,7 Sekunden auf Tempo 100

Mit einem ganz anderen Ansatz geht Honda beim neuen CR-Z ans Werk: «Wir beweisen mit diesem Auto, dass Sportlichkeit und Umweltfreundlichkeit auch in der Kompaktklasse absolut kein Gegensatz sein müssen», heisst es bei den Japanern. Und sie halten Wort: Der CR-Z erinnert optisch nicht zufällig an den kultigen Kompaktsportler CRX, und er bietet auch durchaus sportliche Fahrleistungen an. Die Kombination aus 1,5-Liter-Benziner und kleinem Elektromotor schafft eine Systemleistung von 124 PS und ein maximales Drehmoment von 174 Newtonmeter. So ausgerüstet spurtet der CR-Z theoretisch in 9,7 Sekunden auf Tempo 100, und die Höchstgeschwindigkeit gibt Honda mit 192 km/h an. So viel zur Sportlichkeit. Aber gespart wird auch: rund 5 Liter soll sich der Honda im Durchschnitt genehmigen. Das tönt gut. Vor allem weil man weiss, dass das Auto in den nächsten Monaten auf die Strasse rollt. In Japan bereits im Frühjahr, in Europa nur ein paar Wochen nach der Premiere in Genf – also im Sommer. Die Preise sind zwar noch nicht festgelegt, dafür wurde entschieden, dass der CR-Z als 2+2-Sitzer nach Europa kommt. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.01.2010, 13:35 Uhr

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