Mit Schwung aus der Winterpause
Von Dieter Liechti. Aktualisiert am 19.01.2010
In der Schweiz hat BMW ein eher durchzogenes Jahr hinter sich: Denn während der Schweizer Markt 2009 insgesamt um 7,8 Prozent schrumpfte, gingen die Verkäufe von BMW im gleichen Zeitraum um 11,4 Prozent zurück.
Damit verlor BMW nicht nur das imageträchtige Duell der Premiumanbieter gegen Audi, sondern musste auch Ford und Renault in der Jahreshitparade vorbeiziehen lassen. Statt mit Platz 3 wie 2008 muss sich BMW in der Schweiz mit Platz 5 begnügen. Leader bleibt VW.
Das wird die Münchner wenig ärgern. Zwar sank der Absatz im Jahr 2009 weltweit um 11,1 Prozent auf 1,068 Millionen Fahrzeuge. Doch das reicht für BMW, um sich trotzdem die Krone in der deutschen Premium-Klasse zu holen. Der Absatz von Mercedes sank um 9,7 Prozent auf 1,012 Millionen, während Audi weiter aufholen konnte, da die VW-Tochter nur 5,4 Prozent einbüsste und 950'?000 Autos absetzen konnte.
Neue Lichtspiele
Damit man in der deutschen Premium-Hierarchie vorne bleibt, erneuern die Bayern in diesem Jahr laufend das aktuelle Modellprogramm. Nachdem für den X1 eine neue Einstiegsvariante, ein zweiter 6-Zylindermotor und eine 6-Gang-Automatik angekündigt wurden, soll die «Freude am Fahren» beim 3er-Coupé und beim 3er-Cabrio weiter gesteigert werden.
«Dezente, aber wirkungsvolle Modifikationen am Design, ein erweitertes und erneuertes Motorenangebot sowie innovative Ausstattungsmerkmale machen die beiden Sportler im Modelljahr 2010 noch attraktiver», versprechen die PR-Strategen aus München.
Zu den optischen Retuschen zählen Blinker mit LED-Technik, stärker nach unten gewölbte Bi-Xenon-Scheinwerfer und eine Frontschürze mit horizontal verlaufenden Streben. Eingriffe ins Blech gibt es keine, dafür wurden der Innenraum und das Cockpit in allen 3er-Varianten (also auch Limousine und Touring) mit besser platzierten Fensterhebern, einer neuen Instrumentengrafik und einem deutlich kleineren Dreh-Drück-Steller versehen. Zudem soll das Koppeln von Handys und externen Musicplayern ins iDrive ebenfalls optimiert worden sein.
Spar-Edition am Start
Tiefergehend sind die Eingriffe der Techniker: So wurden die Dieselaggregate im 325d und 320d weiter optimiert. Der grosse Selbstzünder leistet ab März 204 statt 197 PS, der kleine 184 statt 177 PS. Das für alle Karosserievarianten der 3er-Reihe erhältliche Topmodell BMW 335i begnügt sich ab dem neuen Modelljahr mit nur noch einem Turbolader. Trotzdem bleibt die Leistung von 306 PS unverändert, dafür sollen die Verbrauchs- und CO2-Werte weiter sinken.
Obwohl im Modelljahr 2010 ohnehin alle Autos der 3er-Reihe die Abgasnorm EU5 erfüllen, ist man bei BMW auf ein Modell ganz besonders stolz: den 320d Efficient-Dynamics Edition – laut BMW «das mit Abstand effizienteste Fahrzeug in der Mittelklasse». In Zahlen: Diese 3er-Limousine kombiniert einen Kraftstoffkonsum von 4,1 Litern Diesel je 100 Kilometer und einen CO2-Wert von 109 Gramm pro Kilometer im EU-Testzyklus mit einer Leistung von 163 PS und einem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmetern.
Zusätzlich verfügt der Sparer wie seine Artgenossen serienmässig über das Efficient-Dynamics-Paket – also Bremsenergie-Rückgewinnung, eine Start-Stopp-Automatik und die Schaltpunktanzeige, die den Fahrer in diesem Modell besonders früh auf den optimalen Gangwechsel hinweist. Und die Verkaufspreise? Die stehen derzeit noch nicht fest. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.01.2010, 09:56 Uhr
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