Auto

Mit dem Offroader Gassi gehen

Von Christoph Schmutz. Aktualisiert am 27.10.2009

Viele Geländewagen sehen zu Lebzeiten kaum einen Kieselstein aus der Nähe. An der Strecke mit dem sinnigen Namen «Camp4Fun» beim Nürburgring ist das völlig anders.

Das Camp4Fun beim Nürburgring steht allen Offroadfans offen.

zvg

Der Nürburgring in der deutschen Eifel ist zweifellos für anderes bekannt als für schlammige Offroad-Abenteuer. Der Formel-1-Kurs steht für Hochgeschwindigkeit auf geschmeidigem Aspahlt, und die angrenzende 20,8 km lange Nordschleife – auch als «Grüne Hölle» bekannt, weil sie durch eine grüne Berg- und Tallandschaft führt und als sehr anspruchsvoll gilt – ist wohl die berühmteste Rennstrecke der Welt schlechthin. Dass zur Erlebniswelt der Nürburgring GmbH auch ein Offroadpark gehört, das Camp4Fun, wissen wohl nur die Wenigsten.

Offroad-Himmel

Anlässlich der Vorstellung des neuen Sportreifens Advan Neova AD08 auf dem Nürburgring machte der Reifenhersteller Yokohama mit den geladenen Journalisten auch einen Abstecher in den nahe gelegenen Offroadpark, der 4x4-Piloten ein wahres Paradies offenbart.

Auf einer Fläche von rund 80'000 m2 trifft man jede mögliche Schwierigkeit an, die wackeren Offroad-Abenteurern abseits asphaltierter Pfade lauern kann. Wir fuhren mit Range Rover Classic und Suzuki JS, beides recht angejahrte Modelle. Bereift waren die Fahrzeuge mit dem Yokohama Geolander A/T S. Der Reifen mit M+S-Kennung zeichnet sich laut Hersteller durch beste Off- und On-Road-Eigenschaften für Off-Roader und SUVs aus. Ein grosses Wort, dessen Wahrheitsgehalt auf den Pisten im Camp4Fun nicht in Zweifel gezogen werden konnte.

Erstaunlich vor allem, wie die ziemlich ramponierten und entsprechend klapprig wirkenden Suzuki JS des Parks mit geradezu verblüffende Leichtigkeit über Stock und Stein holperten und auch steilste, mit Felsbrocken gespickte Passagen so schnell meisterten, dass jedem Offroad-Instruktor die Haare zu Berg stehen und die Besatzungen befürchten mussten, trotz Sicherheitsgurt aus dem Cockpit katapultiert zu werden.

Für 30 Euro/Tag

Ein tüchtiger Offroad-Reifen ist zweifellos die Basis des Bestehens im Gelände. Aber er ist erst die halbe Miete. Die zweite Hälfte bringen Knowhow und Erfahrung ein. Leider ist gerade Letztere in Europa schwierig zu erlangen, sind doch Geländefahrten fast nirgendwo möglich.

Im «Camp4Fun» hingegen kann jeder auch mit seinem eigenen Offroader an seiner Geländetauglichkeit feilen. Die Tageskarte dafür kostet 30 Euro. Für weitere 30 Euro gibts zusätzlich Tipps von erfahrenen Offroad-Instruktoren. Dieses Erlebnis ist aber nur eines von vielen im Camp4Fun. (Automobil Revue)

Erstellt: 27.10.2009, 15:40 Uhr

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