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Mehr Kraft und bessere Manieren für den Bestseller

Mit Blick auf die neuen Märkte in Dubai und Fernost hat Land Rover den Range Rover Sport überarbeitet. Doch trotz mehr PS und Luxus wird der edle SUV auch ein wenig sparsamer.

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Egal ob als Diesel im Gelände...
Land Rover

   

Als Land Rover vor vier Jahren den Range Rover Sport lancierte, orakelte die Offroad-Gemeinde: Wer will einen luxuriösen SUV auf Basis des Discovery kaufen, der aussieht wie ein zu heiss gewaschener Range Rover? Diese Frage stellt sich heute nicht mehr: Der kleine Range hat sich zum Bestseller entwickelt. Auch in der Schweiz: Im ersten Halbjahr 2009 wurden 202 Range Rover Sport verkauft – das sind fast doppelt so viele, wie vom deutlich kleineren Freelander. «Der Sport ist und bleibt unser Bestseller», bestätigt Stephan Vögeli, Generaldirektor von Jaguar Land Rover Schweiz. «Im Schnitt haben wir in den vergangenen Jahren jeweils 600 Exemplare verkauft.»

Das dürfte 2009 zwar knapp werden. Doch mit dem völlig überarbeiteten Modelljahr 2010 machen die Briten den Bestseller ?t für die nächsten Jahre.

Weniger ist bei Land Rover mehr

Was bei den Briten wie bei allen anderen Herstellern auch Facelift heisst, ist in diesem Fall zumindest optisch auch eines. «Ein Facelift darf man nicht bemerken», liess sich der Zürcher Schönheitschirurg Christoph Wolfensberger einst zitieren. Und das ist dem Design-Team von Land Rover bestens gelungen: Von aussen sind es nur ein paar Details, die den Unterschied ausmachen – zum Beispiel neue Leuchten mit einem LED-Tagfahrlicht, ein modi?zierter Frontgrill und die neue Schürze.

Umso heftiger gingen die Designer im Interieur ans Werk: Verbesserte Sitze und das von A bis Z überarbeitete Cockpit sehen nicht nur viel besser aus, sondern verwöhnen nun mit erstklassiger Ergonomie. Das hat auch mit der Reduktion aufs Wesentliche zu tun – fast die Hälfte aller Knöpfe des Vorgängers wurden eliminiert. Da könnte sich auch Porsche mal ein Beispiel nehmen.

Rundumsicht dank 5 Kameras

Doch dieser Verzicht geht nicht zulasten der Ausstattung. Ganz im Gegenteil: Schon das Basismodell, der 3.0 TDV6 SE (ab 92 500 Franken) überzeugt mit einem kompletten Programm. Bei der T op-Version 5.0 V8 Supercharged sind Bi-XenonScheinwerfer mit Kurvenlicht, T empomat, 2-Zonen-Klimaautomatik, adaptive Fahrwerkssteuerung, eine Hochleistungsbremsanlage von Brembo, ein Fahrprogramm für sportliches Fahren und vieles mehr beim Basispreis von 124'200 Franken bereits mit an Bord.

Aufpreis verlangen die Briten zum Beispiel für die adaptive Geschwindigkeitsregelung (3100 Franken) oder das sinnvolle Rundumsicht-System für 1400 Franken. Dieses System besteht aus fünf Digitalkameras, die eine Rundumsicht von fast 360 Grad auf das Touchscreen-Display übertragen. Zur Hilfe beim Einparken und beim Gespannbetrieb können die Kameras einzeln angesteuert werden.

«Der neue Range Rover Sport ist mit einer ganzen Reihe innovativer Technologien ausgestattet, die unseren Kunden ein völlig neues Fahrerlebnis ermöglichen», ist Stuart Frith, Chef-Programmingenieur, überzeugt.

Von 245 bis 510 PS

Völlig neu sind auch die beiden Motoren, die den Modelljahrgang 2010 am Laufen halten. Der 3-Liter-TDV6 mit 245 PS und einem Drehmoment von 600 Newtonmetern und der 5-Liter-V8 mit 510 PS und 625 Newtonmeter. Zwei topmoderne Motoren mit völlig unterschiedlicher Charakterisierung: Während der Diesel mit den beiden Turboladern auf Sparsamkeit setzt – der Durchschnittsverbrauch beträgt 9,2 Liter –, setzt der V8 im Supercharged wie bisher auf Sportlichkeit pur. So schafft der SUV den Spurt von null auf T empo 100 in 5,9 Sekunden.

So viel Sportlichkeit fordert beim Tanken seinen Tribut: Die 14,9 Liter auf 100 Kilometer sind zwar weniger als der deutlich schwächere Vorgänger konsumiert hat, aber trotzdem noch viel. Dessen sind sich die Briten bewusst. Und so verweisen sie auf die neuen Märkte in Fernost und Dubai, wo der Verbrauch kein Thema ist. Trotzdem wird auch bei Land Rover an sparsameren Modellen gearbeitet. Einerseits soll 2011 ein Kompakt-SUV auf Basis der Studie LRX gebaut werden, andererseits be?nden sich Hybrid-Varianten im Bau. Doch am meisten verspricht man sich bei Land Rover von der Gewichtsreduktion dank Aluminium. «Bei einem Range Rover Sport können wir so bis zu 500 Kilogramm einsparen», sind die Briten von ihrer Strategie überzeugt.

* Dieter Liechti fuhr die Land-Rover- Modelle am 4./5. September auf Einladung der Land Rover Schweiz AG in Schottland. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.09.2009, 14:00 Uhr

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3 Kommentare

Daniel Bösch

18.02.2010, 11:03 Uhr
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Sehr schönes Fahrzeug, nur das Gewicht und die Motoren sind ein Witz, Da könnte sich Landrover ein paar Scheiben bei BMW abschneiden. Deren Fahrzeuge sind um einiges leichter und auch sparsamer. Klar ist ein X5 nicht so geländetauglich, aber sind wir mal ehrlich, wieviel % der Käufer fahren mit solch einem Auto im Gelände?! Und wer es darauf anlegen will, soll zum Defender greifen. Antworten


Christian Noli

13.10.2009, 12:46 Uhr
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Genau so ist es! Darum fahre ich auch Land Cruiser und war von CH über Venezuela, Columbien, Peru, Bolivia, Paraguay, Argentinia, Chile, dann weiter nach Süd Afrika, Botswana, Zimbawe, Zambia, Congo, Tanzania, Kenia, Ethiopia, Sudan, Egypten, Jordanien Syrien, Turkei, Bulgarien, Romänien, Ungarn, Östereich und wieder CH gefahren. Null Defekte und keine einzige Panne! Antworten


Roland Peter

08.10.2009, 18:11 Uhr
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Ja, ja Range Rover und Land Rover...... Als ich mit meinem Toyota Land Cruiser (13 Jahre alt) um die Welt fuhr, waren es ausschliesslich die Rover-Fahren, die unter dem Auto lagen und andauernd irgendwas schweissen mussten, wenn nicht die Achse brach. Fazit: Schön zum ansehen aber nicht zu gebrauchen, fern ab von geteerten Strassen. . Antworten



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