Der Fünfer hat sich frisch gemacht

Mit der Limousine startet die Neuauflage des 5ers. Der knapp fünf Meter lange Wagen ist dynamischer, komfortabler und vor allem auch leichter geworden. Verkaufsstart ist im Februar, später im Jahr folgen Kombi und GT.

Der neue 5er bleibt ein typischer BMW, fährt sich dynamisch, hat aber auch eine sehr willkommene, komfortable Seite.

Der neue 5er bleibt ein typischer BMW, fährt sich dynamisch, hat aber auch eine sehr willkommene, komfortable Seite. Bild: Bilder zvg

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In der Wahrnehmung vieler Autofahrer verkörpert der 5er die Marke BMW wie kein anderes Modell aus München. Nicht verwunderlich, ist doch der 5er die am längsten gebaute BMW-Reihe. Seit der Lancierung 1972 wurden über 7,5 Millionen Einheiten verkauft. In den Aussenabmessungen hat die inzwischen siebte Generation nur um jeweils wenige Millimeter zugelegt, und mit ihrer Optik ist sie als typischer 5er zu erkennen. Dass er jedoch rund 100 Kilogramm abgespeckt hat, lässt keine Zweifel aufkommen, wie gründlich BMW den Wagen in die Kur genommen hat.

Gezielter Leichtbau mit Aluminium, Magnesium und hochfestem Stahl ist die Basis für die Gewichtsreduktion. Auf Carbon jedoch, wie es beispielsweise im 7er eingesetzt wird, wird im neuen 5er verzichtet. Dafür besitzt er eine Vollaluminiumkarosserie und es kommt zu einem verstärkten Alu-Einsatz im Bereich des Fahrwerks. Der erste Eindruck passt: BMW schafft mit der gewählten Abstimmung den Spagat zwischen einerseits gutem Komfort und hohem Schluckvermögen und andererseits sportlich-dynamischem Kurvenverhalten. Die zielgenaue Lenkung, auf Wunsch mit mitlenkenden Hinterrädern, und ein stabiler Geradeauslauf setzen die Basis fürhohe Tempi auf der Autobahn und agilen Fahrspass auf der Passstrasse.

Alle auch mit Allrad

Zum Verkaufsstart stehen vier Motoren zur Wahl, unter anderem mit je einem Reihensechs­zylinder als Benziner (540i) und als Diesel (530d). Alle Triebwerke sind mit einer Achtstufenautomatik gekoppelt, und – für die Schweiz wichtig – alle vier Motoren können neben Hinterradantrieb auch mit xDrive-AWD geordert werden. Einzig den 520d gibt es auch mit Handschaltung, allerdings nicht in Kombination mit AWD. Erstmals lassen sich der Allradantrieb und die Active-Allradlenkung kombinieren.

Obwohl die Motoren stärker wurden, konnte der Verbrauch und damit der CO2 um jeweils über 10 Prozent reduziert werden. Der 3-Liter der 540i-Spitzenmotorisierung leistet demnach 340 PS (+34 PS), verbraucht aber im Schnitt lediglich 6,5 Liter Benzin pro 100 Kilometer (–11 Prozent). Verantwortlich für diesen Fortschritt sind neben innermotorischen Massnahmen auch der aerodynamische Feinschliff. So werden die Luftklappen im aktiven Kühlergrill beispielsweise nur bei erhöhtem Kühlbedarf geöffnet, bleiben sonst geschlossen.

Mit Blick auf die Diskussion des autonomen Fahrens und der zunehmenden Konnektivität bietet der neue 5er das Beste, was BMW aktuell in diesen Bereichen zu bieten hat. Bis Tempo 210 hält der Wagen auf Wunsch die Spur, wechselt diese auf bestimmten Strecken gar selbstständig, einzig durch Betätigung des Blinkers gesteuert. Das funktioniert ganz gut, wobei der Fahrer die Hände am Lenkrad halten muss. Und wie sein grösserer Luxus-Bruder kann der 5er bei entsprechender Ausstattung von ausserhalb per Zündschlüssel ferngesteuert in eine enge Parklücke manövriert werden.

Bedienung je nach Gusto

Grosse Displays dominieren das Armaturenbrett. Das Hauptinstrument ist ein 12,5-Zoll-TFT-Bildschirm, der seine Optik mit dem Fahrerlebnisschalter verändert. Optional gibt es ein farbiges Head-up-Display, dessen Projektionsfläche um rund 70 Prozent vergrössert werden konnte und daher mehr und detailgetreuere Informationen ins Sichtfeld projiziert.

Ebenfalls gewachsen ist der Touchscreen auf der Mittelkonsole, auf gigantische 10,25 Zoll. Die Darstellung lässt sich individualisieren und der bevorzugten Nutzung anpassen. Viele der Funktionen, wie Navigation, Telefon, Unterhaltung und Fahr­zeug­einstellungen, lassen sich neu auch mit Gesten steuern. Mit andern Worten, die Bedienung erfolgt je nach Gusto per Geste, per Berührung, per iControl (Dreh-Drück) oder per Sprachsteuerung. Via Smartphone und dank der neuen Connected App kann der Besitzer mit seinem Fahrzeug kommunizieren, kann Informationen abfragen und gewisse Funktionen steuern.

Den Startschuss gibt BMW am 11. Februar, die Preise beginnen bei 58 800 Franken. Nur wenige Wochen später wird das Angebot unter anderem durch den Plug-in-Hybrid 530e und den hochsportlichen M550i xDrive erweitert. In der zweiten Jahreshälfte 2017 folgt dann als zweite Karosserievariante der neue 5er Kombi und gegen Ende Jahr der GT. Aktuell entfallen übrigens rund 40 Prozent des Modellmix auf dieLimousine, Tendenz leicht steigend. (Berner Zeitung)

Erstellt: 04.01.2017, 15:38 Uhr

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