Ausland
«Wer verschmutzt, der zahlt»: Afrika fordert Entschädigungen von Industriestaaten
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Afrika werde am Uno-Klimagipfel im Dezember erstmals mit einer gemeinsamen Haltung auftreten, sagte AU-Präsident Jean Ping am Sonntag beim 7. Weltentwicklungsforum in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou. «Wir werden mit einer Stimme sprechen und Entschädigungen fordern», sagte Ping. Die Industriestaaten müssten ihre Emissionen von Treibhausgasen verringern oder nach dem Prinzip «Wer verschmutzt, der zahlt» handeln. Ping regte die Einrichtung eines internationalen Fonds zur Unterstützung armer Länder an.
Afrika ist von den Folgen der globalen Erwärmung durch den Treibhauseffekt besonders stark betroffen, die Treibhausgase wie Kohlendioxid werden aber vor allem in Industriestaaten ausgestossen.
Kosten von 67 Milliarden Franken
Der burkinische Umweltminister Salifou Sawadogo hatte am Freitag die Kosten zur Bekämpfung der negativen Auswirkungen des Klimawandels auf den Kontinent auf umgerechnet 67 Milliarden Franken geschätzt.
In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen soll vom 7. bis 18. Dezember ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll gefunden werden, das Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen festlegen soll. (vin/sda)
Erstellt: 11.10.2009, 21:13 Uhr
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