Ausland

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Verschnaufpause für 40'000 Syrer

Aktualisiert am 18.01.2012 3 Kommentare

Syrische Regierungssoldaten und Rebellen haben sich in der Stadt Zabadani an der Grenze zum Libanon auf eine Waffenruhe geeinigt. Derweil debattierte die UNO vier Stunden über einen Resolutionsentwurf.

Legt die Waffen nieder: Ein Rebell in der Stadt Zabadani. (16. Januar 2012)

Legt die Waffen nieder: Ein Rebell in der Stadt Zabadani. (16. Januar 2012)
Bild: Reuters

Bezeichnet die Lage in Syrien als unakzeptabel: UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in Abu Dhabi. (Bild: Keystone )

Bildstrecke

Chronologie der Aufstände in Syrien

Chronologie der Aufstände in Syrien
Die Ereignisse in Syrien seit dem Beginn der Proteste im März 2011.

Artikel zum Thema

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Das Bombardement der Panzer habe aufgehört, sagte ein hochrangiger Regierungsgegner. Den Angaben nach sieht das Abkommen einen Rückzug der Armee vor. Die Regierungsgegner müssten die Strassen der Stadt mit rund 40'000 Einwohnern verlassen. Der heftige Widerstand sowie desertierte Soldaten hätten die Regierung zu Verhandlungen gezwungen, sagte Kamal al-Labwani.

Die syrischen Behörden äusserten sich nicht zum Verlauf der Kämpfe. In den Staatsmedien wurden die seit fünf Tagen andauernden Angriffe nicht erwähnt. In der Revolte gegen den autokratisch regierenden Staatschef Bashar al-Assad greifen seine Gegner vermehrt zu den Waffen, was Sorgen vor einem Bürgerkrieg schürt. Abtrünnige Soldaten haben sich etwa in der sogenannten Freien Syrischen Armee zusammengeschlossen.

Die Stadt Zabadani liegt rund 30 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Damaskus nahe der Grenze zum Libanon. Gegen Assad gibt es seit rund zehn Monaten Proteste. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen kamen in dem Konflikt mehr als 5000 Menschen ums Leben.

Beobachter bleiben

Die Beobachter der Arabischen Liga bereiten sich trotz der Kritik an ihrem Einsatz nicht auf einen Abzug aus Syrien vor. In Damaskus hiess es, man erwarte demnächst zehn neue Beobachter. Am Donnerstag oder Freitag soll das Syrien-Komitee der Arabischen Liga in Kairo einen Bericht über den einmonatigen Einsatz erhalten. Danach soll entschieden werden, ob die Beobachtermission fortgesetzt wird, was die syrische Führung bereits akzeptiert hat.

Die syrische Opposition und westliche Regierungen hatten den Einsatz der Beobachter anfangs gelobt. Später wurde Kritik laut, weil die Beobachter ihre Aufgabe, das Blutvergiessen zu stoppen und die Freilassung der politischen Gefangenen zu erwirken, nicht erfüllten.

Alleine gestern sollen laut Opposition 38 Menschen getötet worden sein. Heftigen Beschuss melden Aktivisten heute auch aus der Protesthochburg Homs.

Entwurf von Russland

Der UNO-Sicherheitsrat hat sein zähes Ringen um eine Resolution zu der Gewalt in Syrien am Dienstag in New York fortgesetzt. Nach Angaben eines westlichen Diplomaten wurde im obersten UNO-Gremium rund vier Stunden über «einleitende Paragrafen» eines Resolutionsentwurfs debattiert.

Dieser Entwurf war von Russland eingebracht worden. Mehrere Delegationen, darunter die der USA, Frankreichs und Deutschlands, hatten den russischen Entwurf von vornherein als unannehmbar abgelehnt.

5400 Tote

Mehrere westliche Staaten weisen die russische Sichtweise zurück, für die Gewalt in Syrien seien gleichermassen die Regierung und die Opposition verantwortlich. In den vergangenen zehn Monaten wurden durch die politisch motivierte Gewalt in Syrien mehr als 5400 Menschen getötet.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bezeichnete dies als «inakzeptabel». Der UNO-Sicherheitsrat war in der Frage von vornherein uneins. Ein von westlichen Staaten eingebrachter Resolutionsentwurf wurde im Oktober durch ein Veto Russlands und Chinas gestoppt. (wid/bru/sda)

Erstellt: 18.01.2012, 10:09 Uhr

3

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

3 Kommentare

Frank Sandig

18.01.2012, 15:42 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Was hat der "Rebell" nur für eine Waffe? Das ist doch ein deutsches Gewehr G3! Wo er das wohl her hat? Wer wohl Alles diese demokratischen und freiheitsliebenden "Rebellen" unterstützt? Die Bundeswehr wurde ja auf das G36 umgerüstet und hatte bestimmt für "Rebellen" ein paar G3 übrig. Hoffentlich nicht für die S 21 Rebellen. Antworten


Mari Wunderli

18.01.2012, 11:00 Uhr
Melden 2 Empfehlung

inakzeptabel- was für ein schönes Wort- und jetzt wrangelt man sich stundenlang um die Formulierung eines Einleitungsparagrafen zu einer Resolution die zu nichts führen wird so lange dieser Tyrann noch lebt.
Und nachher kommt der nächst Frühling?
Man lässt die UNO bestimmen mit Vetos und Resolutionen- weshalb darf das syrische Volk nicht selber bestimmen? Hat man es vergessen?
Antworten



Ausland

Populär auf Facebook Privatsphäre


Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

FÜR IHRE FREIZEIT

Für Ausgehtipps in der Region, nutzen Sie einfach unsere Agenda.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!