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Verheerender Nato-Angriff: USA vermuten eine Taliban-Falle

Aktualisiert am 29.11.2011 11 Kommentare

Ein Manöver der Taliban soll zu dem schweren Zwischenfall mit 24 toten pakistanischen Soldaten geführt haben, ist die USA überzeugt. Islamabad boykottiert aus Protest die Afghanistankonferenz.

Die Empörung ist gross: Pakistanische Studentinnen demonstrieren in Lahore gegen die Nato. (29. November 2011)

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Bild: Keystone

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Pakistans Wut nach dem Nato-Angriff

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Bei einem Nato-Angriff auf zwei pakistanische Grenzposten sind 24 Soldaten ums Leben gekommen.

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Nato-Angriff auf pakistanischem Gebiet

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Laut Armeeberichten soll ein Kampfhelikopter des Militärbündnisses an einem Grenzposten mindestens 25 pakistanische Soldaten getötet haben. Die Nato hat eine Untersuchung eingeleitet.

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Hinter einem Nato-Angriff mit 24 Toten in Pakistan vermuten die USA eine Falle der Taliban. Die Extremisten könnten den Angriff absichtlich provoziert haben, um die angeschlagene Beziehung zwischen Washington und Islamabad weiter zu schwächen, sagten US-Vertreter. Präsident Barack Obama bezeichnete den Tod der 24 pakistanischen Soldaten als Tragödie und kündigte Ermittlungen an.

Auslöser für den Nato-Angriff war vorläufigen US-Militärberichten zufolge eine Verwechslung. Wie die Nachrichtenagentur AP am Montag aus Kreisen der US-Streitkräfte erfuhr, wurde eine afghanisch-amerikanische Patrouille am Samstagmorgen von Taliban-Kämpfern mit Mörsern und Handfeuerwaffen angegriffen. Die Soldaten forderten Unterstützung an und verfolgten den Feind in dem schlecht markierten Grenzgebiet. Schliesslich hielten sie einen pakistanischen Grenzposten für ein Lager der Extremisten.

Absichtlich Verwirrung ausgelöst

Der Gewährsperson zufolge fragte die afghanisch-amerikanische Patrouille vor dem Angriff noch beim pakistanischen Militär nach, ob es Truppen in der Gegend habe. Das sei verneint worden. Etwa zwei Stunden später, während die Patrouille immer noch die Taliban verfolgte, die nun offenbar in Richtung des pakistanischen Grenzpostens flohen, entdeckte ein US-Kommandeur etwas, was er für ein Lager der Extremisten hielt, mit schweren Waffen, die auf Dreifüssen montiert waren.

Die gemeinsame Patrouille forderte Unterstützung aus der Luft an. Aufzeichnungen zufolge wurden bei dem Luftangriff Apache-Kampfhubschrauber und AC-130-Flugzeuge eingesetzt. US-Militärs gehen davon aus, dass die Taliban den Ort absichtlich für ihren ersten Angriff wählten, um die Verwirrung auszulösen und amerikanische und pakistanische Truppen dazu zu bringen, aufeinander zu feuern. Den US-Militärkreisen zufolge soll der endgültige Untersuchungsbericht darüber, welche Einheiten involviert waren, ob und wer die Grenze überschritt, wie die Operation koordiniert wurde und wie es zu den Todesfällen kam, am 23. Dezember vorgelegt werden. Afghanische und Nato-Soldaten dürfen Aufständische nicht über die Grenze nach Pakistan verfolgen.

Pakistan boykottiert Afghanistankonferenz

Pakistan wird als Reaktion auf den tödlichen Vorfall in der kommenden Woche nicht an der Afghanistankonferenz in Deutschland teilnehmen, wie aus Regierungskreisen in Islamabad verlautete. Dies sei auf einer Kabinettssitzung in Lahore entschieden worden, hiess es. Bei der Konferenz soll es um die Zukunft Afghanistans nach dem Abzug der Nato-Kampftruppen im Jahr 2014 gehen.

Pakistan hatte zuvor erklärt, die Luftangriffe hätten fast zwei Stunden gedauert und seien trotz einer Aufforderung von Kommandeuren, sie zu stoppen, fortgesetzt worden. Die pakistanischen Soldaten seien Opfer eines unbegründeten Angriffs geworden. Die pakistanischen Kommandeure hätten von ihren Gegenübern bei der Nato ein Einstellen des Feuers verlangt, aber «irgendwie sei es weitergegangen», sagte ein Militärsprecher.

Schliessung von Stützpunkt gefordert

Islamabad schloss nach dem Nato-Angriff zwei für die Versorgung der internationalen Truppen in Afghanistan wichtige Grenzübergänge und forderte die USA zudem zur Räumung des Luftwaffenstützpunktes Shamsi in der Provinz Baluchistan binnen 15 Tagen auf. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA soll den Stützpunkt als Basis für sein Drohnenprogramm gegen Kämpfer der Taliban und des Terrornetzwerks al-Qaida in den pakistanischen Stammesgebieten nutzen. (kpn/dapd)

Erstellt: 29.11.2011, 12:15 Uhr

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11 Kommentare

Johannes Deres

29.11.2011, 13:15 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Natürlich, wieder mal die Taliban....Fakt ist aber, dass die NATO gebombt hat und nicht die Taliban. Anstelle dass sie Verantwortung übernehmen, versuchen sie die Schuld jemanden anderem in die Schuhe zu schieben. Bravo, Verteidigungsbündnis! Antworten


René Bodenmann

29.11.2011, 14:27 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Wer Pakistan als Freund hat, braucht wirklich keine Feinde mehr. Entweder bleibt Pakistan der "Freund" oder es muss bekämpft werden, da sie die A-Bombe besitzen und die darf auf keinen Fall in die Hände der Wahnsinnigen "Gotteskrieger" (eher Sheitan-Krieger) geraten. Eine wieder selbst eingebrockte Situation Amerikas, denen die A-Bombe erlaubt zu haben.Armer Obama,wieder eine Erbschaft des Teufels Antworten



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