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US-Marine rettet zum zweiten Mal iranische Seeleute

Aktualisiert am 12.01.2012 25 Kommentare

Vor wenigen Tagen hatte die US-Marine dreizehn Iraner aus der Hand von Piraten befreit. Nun rettete ein Schiff der US-Küstenwache sechs iranische Matrosen in Seenot. Teherans Reaktion war äusserst verhalten.

War leckgeschlagen: Der iranische Kutter Ya-Hussayan.

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Bild: Reuters

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Die USA haben zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage iranische Seeleute aus einer Notlage gerettet. Erst vor wenigen Tagen haben Soldaten der US-Marine dreizehn Iraner aus der Hand von Piraten befreit. Nun rettete die US-Küstenwache sechs Besatzungsmitglieder eines Bootes, das im Persischen Golf in Seenot geraten war.

Der iranische Kutter Ya-Hussayan war in der Nacht rund 90 Kilometer südöstlich der irakischen Hafenstadt Umm Qasr leckgeschlagen. An Bord war zudem ein Feuer ausgebrochen. Die Crew der Ya-Hussayan habe daraufhin das in der Nähe kreuzende US-Schiff Monomoy mit Leuchtgeschossen und Taschenlampen auf sich aufmerksam gemacht, berichtet die «New York Times».

Maschinenraum war geflutet

Als sich das Schiff der US-Küstenwache dem iranischen Kutter näherte, war dieser bereits nicht mehr seetüchtig; der Maschinenraum war teilweise schon mit Wasser vollgelaufen. Zwei Besatzungsmitglieder befanden sich noch an Bord der Ya-Hussayan, die restlichen vier hatten sich auf ein Rettungsboot am Heck des Schiffes zurückgezogen.

Die sechs Seeleute – einer von ihnen hatte Brandverletzungen erlitten – wurden an Bord der Monomoy geholt, wo man sie mit Wasser, Decken und mit Halal-Nahrungsmitteln versorgte. Besonders Letzteres wurde vom US-Verteidigungsministerium betont. Die US-Schiffe seien für solche Situationen allesamt mit Lebensmitteln ausgestattet, welche für Muslime zulässig seien.

Rettungsaktion mitten in der Krise

Der Kapitän der Ya-Hussayan, Hakim Hamid-Awi, zeigte sich derweil höchst dankbar gegenüber der US-Marine: «Ohne Ihre Hilfe wären wir jetzt tot.» Die sechs Seeleute wurden der iranischen Küstenwache übergeben. Verhaltener waren aber die Töne, die aus Teheran erklangen. Laut der «New York Times» bezeichnete der iranische Aussenminister Ali Akbar Salehi die Rettungsaktion als «einfache Routine». An den Spannungen zwischen den beiden Ländern würde der Einsatz zudem nichts ändern. In der vergangenen Woche hatte die US-Marine bereits dreizehn iranische Seeleute im Arabischen Meer aus der Gewalt von Piraten befreit. Damals bescheinigte Teheran den USA noch eine «positive humanitäre Geste».

Die Beziehungen beider Länder sind jedoch höchst angespannt. Irans Vorantreiben des Atomprogramms sowie aktuell die Verurteilung eines mutmasslichen US-Spions zur Todesstrafe belasten das Verhältnis der Staaten.

Brisant ist auch die Tatsache, dass just jene amerikanischen Schiffe, welche an den beiden Rettungsaktionen beteiligt waren, zu einem ganzen Flottenverband gehören. Dieser sorgt in Teheran für Unmut, weil er vor der für Öltransporte wichtigen Strasse von Hormus aufgekreuzt ist. (kpn)

Erstellt: 11.01.2012, 17:34 Uhr

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25 Kommentare

Bojan Antonovic

11.01.2012, 18:13 Uhr
Melden 37 Empfehlung

Die Frage ist, was die iranische Küstenwache macht. Scheint wohl eine mangelhafte Ausstattung zu haben, denn sonst müssten die eigenen Landsleute nicht dauernd vom "Feind" gerettet werden. Antworten


Christoph Rebholz

11.01.2012, 21:51 Uhr
Melden 31 Empfehlung

Ähm... liebe Foristen.. es geht um Menschen. Menschen, welche in Not waren. Seid wann spielt da die Nationalität der Geretteten und der Retter eine Rolle? Und warum sie nicht von wem schon vorher gerettet wurden? Antworten



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