Syrische Truppen schiessen auf Sitzblockade
Aktualisiert am 07.01.2012 3 Kommentare
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Syrische Regierungstruppen haben nach Angaben von Aktivisten das Feuer auf Teilnehmer einer Sitzblockade eröffnet und dabei einen Demonstranten getötet. Mindestens 20 weitere wurden verwundet, wie das in Grossbritannien ansässige Observatorium für Menschenrechte berichtete.
Der Angriff fand nach Angaben des Örtlichen Koordinationskomitees am Freitagabend in der nördlichen Stadt Sarakeb statt, wo zahlreiche Demonstranten auf dem zentralen Platz acht Tage lang campiert hatten. Beiden Aktivistengruppen zufolge eröffneten Truppen zudem am Samstag das Feuer auf Teilnehmer einer Sitzblockade in Homs. Dabei wurde mindestens ein Mensch getötet.
«Mit eiserner Faust zurückschlagen»
Syriens Regime will nach dem erneuten Terroranschlag in Damaskus mit «eiserner Faust zurückschlagen». Das kündigte Innenminister Mohammed Ibrahim al-Schaar an, wie das syrische Staatsfernsehen berichtete. Am Freitag hatte sich den Angaben zufolge ein Selbstmordattentäter im Viertel Al-Midan in die Luft gesprengt und 26 Menschen mit in den Tod gerissen. 63 Personen wurden verletzt.
Der Stadtteil gehört zu den Hochburgen der Protestbewegung gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad. Oppositionelle äusserten deshalb die Vermutung, der Anschlag sei ein Racheakt des Regimes.
Liga entscheidet über Mission
Der Vorsitzende des für Syrien zuständigen Ausschusses der Arabischen Liga, Katars Ministerpräsident Scheich Hamad bin Dschasim al-Thani, warf der Führung in Damaskus derweil vor, nichts zu tun, um die Gewalt in dem Land zu beenden.
Die Beobachtermission dürfe nicht «ihre Zeit verschwenden», kritisierte er im arabischen Sender al-Jazeera . Die Liga werde am Sonntag darüber sprechen. Ein arabischer Diplomat sagte in Beirut, dann werde womöglich auch entschieden werden, ob die Mission fortgesetzt oder der UNO- Sicherheitsrat eingeschaltet werde. Das könnte eine internationale Intervention zur Folge haben. Der Generalsekretär der Liga, Nabil al-Arabi, hatte zuvor ein vorzeitiges Ende der für einen Monat geplanten Mission jedoch abgelehnt.
Ban ist besorgt
Nach dem Selbstmordanschlag in Damaskus hat UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon Syrien erneut zum Ende der Gewalt aufgerufen. Er sei zutiefst besorgt über die verheerende Entwicklung in dem arabischen Land. «Ich bleibe tief besorgt wegen der sich verschlechternden Lage in Syrien, wo seit März vergangenen Jahres Tausende ihr Leben verloren und Menschen weiterhin täglich getötet werden», liess der UNO-Chef über seinen Sprecher mitteilen. Keine Form von Gewalt sei akzeptabel.
Nach UNO-Schätzungen sind seit Beginn der Proteste gegen Präsident Bashar al-Assad im Frühjahr schon mehr als 6000 Menschen ums Leben gekommen. (kpn/sda)
Erstellt: 07.01.2012, 12:50 Uhr
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3 Kommentare
Als in Israel vor Jahren Selbstmordattentaeter die Bomben hochgehen liessen sprach das verlogene Assad-Regime vom "gerechtfertigten Kampf der Palaestinenser". Passiert in Syrien das selbe "wird mit eiserner Faust zurueckgeschlagen".
Zeit dass dieser ungewaehlte Mickey Mouse Diktator mit Schimpf und Schande vertrieben wird.
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TA vom 6.1.2012, 13:28 "..nach UNO-Angaben mehr als 5000 Menschen getötet." TA vom 7.1.2012, 12:50: ..mehr als 6000 Menschen ums Leben gekommen." Erstaunlich inflatonär diese Steigerung in knapp 24 Std. Bin weder ein Freund von Assad, aber auch kein Freund von unkritisch übernommen Agenturmeldungen. Antworten
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