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Schneller hinrichten? Irans Justizminister protestiert

Aktualisiert am 01.02.2010 6 Kommentare

Das Regime des Landes versucht, die Justiz zu Eilverfahren gegen Oppositionelle zu drängen und die Hinrichtungen zu beschleunigen. Und stösst auf nun Widerstand.

Justizminister mit Gewissensbissen: Sadeq Larijani (r.) mit mit Ayatollah Ali Khamenei auf einem undatieren Photo, das vom Regime im Internet publiziert wurde.

Justizminister mit Gewissensbissen: Sadeq Larijani (r.) mit mit Ayatollah Ali Khamenei auf einem undatieren Photo, das vom Regime im Internet publiziert wurde.
Bild: Keystone

«Einige Menschen erwarten, das die Justiz mehr macht, als das Gesetz anzuwenden», klagte Justizminister Ayatollah Sadeq Larijani am Montag auf der Homepage des Ministeriums, «das ist eine Erwartung, die gegen die Scharia und gegen die Gesetze geht.» Er betonte, er werde sich dem politischen Druck nicht beugen. Es müsse verhindert werden, dass Unschuldige wegen überstürzter Verfahren hingerichtet würden.

Am Donnerstag waren die ersten zwei von mehr als hundert nach den Protesten im Sommer festgenommenen Oppositionellen gehängt worden. Die beiden Männer sollen einer verbotenen monarchistischen Organisation angehört haben; ausserdem wurde ihnen vorgeworfen, den Sturz der islamischen Regierung geplant zu haben.

Trotz der Härte der Verfolgung ist die Protestbewegung noch nicht gänzlich erstickt worden. Der einflussreiche extremistische Mullah Ayatollah Ahmad Dschannati hatte am vergangenen Freitag gefordert, es müssten mehr Dissidenten hingerichtet werden, um die Opposition einzuschüchtern. (raa/ddp)

Erstellt: 01.02.2010, 23:42 Uhr

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6 Kommentare

Andri Mahler

02.02.2010, 08:56 Uhr
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@ Christoph Müller. Mein werter Herr Müller, Iraner sind keine Araber. Iraner sind Perser. Dass der Iran eine Diktatur ist, ist unbestritten. Damit aber das äusserst fragwürdige Minarett-Verbot zu legitimieren ist eine farce. Unter dem Motto, ja wenn die Anderen sich nicht an die Menschenrechte halten, müssen wir das ja auch nicht tun. Antworten


Christoph Müller

02.02.2010, 07:34 Uhr
Melden

Ein Terrorregime und Menschenrechte? Aber die Schweiz wegen dem Minarettverbot kritisieren...naja..aber unsere liebe Frau Aussenministerin (sollte wieder mal ein Kopftuch anziehen), wirds schon richten...wir Schweizer müssen ja bei allen Arabern, insbesonders bei Terroregimen, zu Kreuze kriechen..leider! Ich bin stolz, ein Schweizer zu sein und nocht stolzer, eine solche Volksvertretung zu haben.. Antworten



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