Scheichs setzen auf Atomkraft - Südkorea baut AKW
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Dies wurde am Sonntag beim Besuch des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak in den Emiraten vereinbart, berichtete die amtliche emiratische Nachrichtenagentur WAM. Die VAE betrauen demnach ein von der Korea Electric Power Corporation (KEPCO) angeführtes Konsortium mit dem Bau des ersten AKW in der Golf-Region, das aus vier Reaktoren mit einer Leistung von jeweils 1400 Megawatt bestehen soll.
Der Auftrag wurde von der erst kürzlich gegründeten staatlichen Emirates Nuclear Energy Corporation (ENEC) erteilt. Die Entscheidung für den südkoreanischen Anbieter begründete ENEC-Generaldirektor Chaldun al-Mubarak mit den Worten: «Wir waren von der erstklassigen Sicherheitsphilosophie beeindruckt.»
Uran auf dem Markt erwerben
KEPCO hatte sich bei der Bewerbung gegen die amerikanische General Electrics und gegen die französische Areva durchgesetzt. Es stünden Anschlussaufträge für die südkoreanische Industrie im Wert von weiteren 20 Mrd. Dollar in Aussicht, hiess es weiter.
Der erste Reaktor soll 2017 ans Netz gehen, die weiteren sollen bis 2020 folgen. Der Golfstaat begründet seine Hinwendung zur Atomenergie mit dem steigenden Elektrizitätsbedarf, der durch Gas und Öl nicht mehr zu decken sei.
Bereits früher hatten die Emirate angekündigt, das für den Kraftwerksbetrieb nötige angereicherte Uran auf dem internationalen Markt erwerben zu wollen. Ein diesbezügliches Vorabkommen mit den USA wurde im Mai dieses Jahres abgeschlossen. Ein Missbrauch des Spaltmaterials für die Produktion von Atomwaffen wäre damit ausgeschlossen. (sam/sda)
Erstellt: 27.12.2009, 14:14 Uhr
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