Qadhafis Party für sich und seinen Terroristen
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Mit einer spektakulären Show hat Libyen den 40. Jahrestag der Revolution unter Führung des damaligen Oberst Moammar al-Qadhafi gefeiert. Mit den Feiern, die insgesamt vier Tage dauern sollen und zu denen Militärparaden, Luftschauen und Feuerwerke gehören, will Libyen vor allem zeigen, dass es nach Jahren der Isolation wieder in der Weltgemeinschaft angekommen ist.
Qadhafi eröffnete die Feierlichkeiten am Dienstag mit einem Fest in einer früheren US-Luftwaffenbasis, die inzwischen eine libysche Kaserne ist. Einen Schatten auf die Festivitäten warf der im Westen heftig kritisierte Empfang für den verurteilten Lockerbie-Attentäters Abdel Basset al Megrahi, der von Schottland aus humanitären Gründen vorzeitig aus der Haft entlassen wurde, weil er unheilbar an Prostatakrebs erkrankt ist. An der Revolutionsfeier ehrte Qadhafi ihn noch einmal über die Grossleinwand.
Ein Zeichen dafür, dass die internationalen Beziehungen noch nicht normal sind, war, dass aus dem westlichen Ausland meist nur niederrangige Vertreter kamen.
Italiens Farben am Himmel von Tripolis
Einen Streit gab es mit Italien, weil Libyen darauf bestand, dass die Kunstflugstaffel der italienische Luftwaffe, «Frecce Tricolori», beim geplanten Überflug über Tripolis nur grüne Rauchfahnen in den Himmel zeichnen dürfe - die Farbe, die Qadhafi mit seiner Revolution verbindet.
Doch Berlusconi gab sich unerbitterlich. Er schloss eine Teilnahme der Tricolore-Staffel klar aus, sollte diese nicht die Farben Italiens abgeben dürfen. Qadhafi gab für einmal nach. Bei der Kunstflugvorführung am Dienstagabend malten die Kunstflieger schliesslich die traditionelle rot-weiss-grüne Trikolore in den Himmel über Tripolis.
(jak/ap/sda)
Erstellt: 02.09.2009, 11:50 Uhr
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