Neue Hoffnung für Friedensgespräche in Nahost
Aktualisiert am 02.01.2012 1 Kommentar
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Erdogan trifft Hamas-Chef
Der Chef der Hamas-Regierung im Gazastreifen, Ismail Hanijeh, hat den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan zu Gesprächen in Istanbul getroffen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, sicherte Erdogan Hanijeh seine Unterstützung zu und begrüsste das im vergangenen Frühjahr ausgehandelte Versöhnungsabkommen zwischen der radikalislamischen Hamas und der gemässigteren Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.
Das Treffen fand demnach hinter verschlossenen Türen statt. Es handelte sich um Hanijehs erste Reise ins Ausland, seit die Hamas 2007 im Gazastreifen die Macht übernommen hatte. Sie soll ihn in mehrere Länder der Region führen. Die Hamas wird unter anderem von Israel als Terrororganisation eingestuft, weil sie dem Staat das Existenzrecht abspricht. (AFP)
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Israel und die Palästinenser nehmen in dieser Woche offenbar erstmals seit Zusammenbruch der Friedensgespräche im September 2010 wieder Gespräche auf. Die Chef-Friedens-Unterhändler beider Seiten würden in dieser Woche an einem Treffen internationaler Diplomaten im Nachbarstaat Jordanien teilnehmen, teilten beide Seiten am Sonntag mit. Dabei legten Sprecher Israels und der Palästinenser jedoch wert darauf, dass es sich nicht um formelle Verhandlungen handele. Trotzdem wäre ein Treffen ein wichtiger Schritt zur Wiederaufnahme Friedensgespräche.
«Das bevorstehende Treffen ist Teil ernsthafter und anhaltender Bemühungen, um eine gemeinsame Grundlage für die Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zu erreichen», sagte ein Sprecher des jordanischen Aussenministeriums. Der jordanische Aussenminister, Nasser Judeh, werde Gastgeber des Treffens der palästinensischen und israelischen Vertreter mit Vermittlern des Nahost-Quartetts sein.
Clinton erfreut
Offizielle Verhandlungen zwischen dem palästinensischen Chefunterhändler Saeb Erekat und dem israelischen Gesandten Isaac Molcho wurden nicht erwartet. Beobachter gingen davon aus, dass die Parteien zunächst ihre Haltungen zu Schlüsselthemen wie Sicherheit und künftige Grenzen benennen. Es wurde erwartet, dass Judeh getrennte Treffen mit Palästinensern und Israelis abhalten werde, sagte sein Sprecher.
US-Aussenministerin Hillary Clinton begrüsste die Ankündigung. «Wir hoffen, dass dieser direkte Austausch uns dabei helfen wird, Fortschritte auf dem vom Quartett aufgezeigten Weg zu machen», sagte sie. «Der Status quo ist nicht haltbar und die Parteien müssen entschieden Handeln, um dem Frieden näher zu kommen». (kpn/dapd)
Erstellt: 02.01.2012, 07:10 Uhr
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1 Kommentar
Bei Haaretz habe ich gelesen, dass in Ägypten die Partei der Moslembruderschaft (FJP) die Weiterführung des Friedensvertrages mit Israel dem ägyptischen Volk zur Abstimmung vorlegen will.
Wenn Israel auf dieses Referendum Einfluss nehmen will, müssen die Israelis schleunigst loslegen und eine gigantische Werbeoffensive starten, sonst wird sich dieser Friedensvertrag ganz einfach in Luft auflösen !
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