Israelischer Atomspion verhaftet
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Der als Atomspion bekannt gewordene ehemalige Techniker in der israelischen Atomanlage Dimona, Mordechai Vanunu, ist erneut in Haft genommen worden. Vanunu werde vorgeworfen, gegen das Kontaktverbot mit Ausländern verstossen zu haben, teilte die Polizei am Dienstag mit.
Vanunu war 1986 als Hochverräter verurteilt worden, weil er in einem Interview mit einer britischen Zeitung Einzelheiten des israelischen Atomprogramms preisgegeben hatte. Experten hatten aus dem Interview und von Vanunu vorgelegten Fotos aus dem Atomkraftwerk geschlossen, dass der jüdische Staat über genügend spaltbares Material für 200 Atomwaffen verfüge.
Spricht Israel das Existenzrecht ab
Vanunu sass 18 Jahre lang im Gefängnis und darf nach seiner Freilassung das Land nicht verlassen und auch nicht mit Ausländern in Kontakt treten. Er bezeichnet sich selbst als Teil der Anti- Atombewegung. Vanunu geniesst in Israel wenig Sympathie, auch wegen seiner umstrittenen Äusserungen, etwa der, Israel habe kein Recht zu existieren.
Israel unterhält seit den 1950er-Jahren ein geheimes Atomprogramm. Es gilt als sicher, dass das Land nukleare Sprengsätze besitzt, ihre Zahl ist aber umstritten. Das Land ist dem Atomsperrvertrag bisher aber nicht beigetreten. (oku/sda)
Erstellt: 29.12.2009, 13:31 Uhr
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