Ausland
«Israel lässt sich vom wichtigsten Verbündeten nichts mehr sagen»
Von Norbert Raabe. Aktualisiert am 15.03.2010 54 Kommentare
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- «Vertrauen in den Friedensprozess untergraben»
- Israelische Luftangriffe im Gazastreifen
- USA verurteilen Siedlungsbau in Ostjerusalem
- «Bombardiert den Iran nicht»
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Zur Person
Michael Lüders wurde 1959 in Bremen geboren. Er studierte arabische Literatur in Damaskus und Islamwissenschaften, Politologie und Publizistik in Berlin. Für die Sender SWR und WDR drehte er Dokumentarfilme. Für die Wochenzeitung «Die Zeit» arbeitete er als Nahostkorrespondent. Er lebt als Politik- und Wirtschaftsberater, Publizist und Autor in Berlin.
Herr Lüders, die Stimmung zwischen den USA und Israel ist auf einem Tiefpunkt angelangt – wegen einer umstrittenen Baugenehmigung im arabischen Ostteil Jerusalems, die während des Besuchs von Vizepräsident Joe Biden erteilt wurde. Warum reagiert die US-Regierung diesmal so heftig – und noch dazu öffentlich?
Die Heftigkeit der amerikanischen Reaktionen hat vor allem mit dem Zeitpunkt zu tun. Die Ankündigung der israelischen Regierung während Bidens Besuch, weitere 1600 Häuser zu errichten, war ein unfreundlicher Akt. Und hat Washington signalisiert, dass die israelische Regierung zu keinen substanziellen Zugeständnissen in der Siedlungsfrage bereit ist.
Washington fordert nun laut Presseberichten einschneidende Massnahmen von Israel. Dazu zählen ein Baustopp, die Freilassung hunderter inhaftierter Palästinenser, die Übergabe von einigen Gebieten im Westjordanland und eine Lockerung der Blockade des Gazastreifens ...
Die USA müssen darauf achten, nicht als «Erfüllungsgehilfe» Israels zu gelten - insbesondere nach der Grundsatzrede Obamas an die Adresse der arabisch-islamischen Welt in Kairo im vorigen Jahr. Die amerikanische Kritik ist jetzt deutlich. Doch die israelische Regierung weiss, dass Washington keine Sanktionen gegenüber dem jüdischen Staat verhängen wird.
Israels Premier Benjamin Netanyahu hat sein Bedauern über die diplomatische Verstimmung ausgedrückt. Doch von dem Bauvorhaben will er offenbar nicht abrücken. Welche Konsequenzen hätte es für ihn, Forderungen aus Washington nachzugeben?
Die israelische Regierung besteht aus einer Koalition der Ultrarechten, aus deren Sicht das besetzte Westjordanland ein integraler Bestandteil des biblischen Eretz Israel ist. Würde Netanjahu auch nur eine Satellitenantenne einer israelischen Siedlung im Westjordanland abbauen lassen, bräche seine Regierungskoalition, die sich eng mit den Siedlern verbunden weiss, auseinander. Die israelische Regierung plant den Bau von 50’000 Wohnungen in Ost-Jerusalem in den nächsten 15 bis 20 Jahren.
Ist die Eskalation in den letzten Tagen womöglich ein Zeichen dafür, dass sich die Einschätzungen innerhalb der US-Regierung geändert haben?
Der gegenwärtige Konflikt macht Washington auch deshalb Sorgen, weil Israel erkennen lässt, sich von seinem wichtigsten Verbündeten, den USA, nichts mehr sagen zu lassen. Die Gefahr wächst, dass Israel im Alleingang einen Militärschlag gegen den Iran durchführt – ohne von den USA davon abgebracht werden zu können.
Wie sehen Sie im derzeitigen Stadium die Chance auf baldige Friedensgespräche mit den Palästinensern?
Substanzielle Gespräche mit den Palästinensern wird es mit dieser israelischen Regierung nicht geben. Es ist deshalb nicht auszuschliessen, dass die Palästinenser einseitig einen eigenen Staat ausrufen. Allerdings besteht ihre Tragödie darin, politisch in drei Teile zu zerfallen: Die Fatah unter dem Präsidenten Abbas kontrolliert das Westjordanland, die Hamas den Gazastreifen, und die Palästinenser mit israelischem Pass sitzen zwischen allen Stühlen.
Die Konflikte zwischen Israel und den Palästinensern werden als Schlüssel für die Entwicklung in der gesamten Region betrachtet. Auf lange Sicht betrachtet: Wird Israel sich den Forderungen der USA verschliessen können?
Die israelische Haltung wird sich erst ändern, wenn die bedingungslose Solidarität des Westens mit Israel einer völkerrechtlichen Verbindlichkeit weicht: Solidarität ja – aber keine blinde Gefolgschaft, wo Israel die Normen internationalen Rechts seit Jahrzehnten verletzt.
Welche Rolle werden die Palästinenser in diesem Konflikt spielen können?
Die Palästinenser sind nicht in der Lage, Forderungen zu stellen. Ihre politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Strukturen sind in weiten Teilen zerstört. Sie können nur zur Kenntnis nehmen, was der Westen und Israel bereit sind, ihnen zu geben.
(Das Interview wurde per E-Mail geführt.) (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.03.2010, 16:53 Uhr
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54 Kommentare
Urs Stotz - Sie schreiben: "Die einseitige Haltung des Westens gegen Israel ist verlogen und verhindert einen Friedensprozess." - Vergleichen Sie doch Israel- Landkarten von heute mit 50 Jahren älteren Karten, und Sie werden feststellen können, wenn Sie nur wollen, wo die Einseitigkeit zu finden ist. Antworten
Das Thema "naher Osten", begleitet uns nun schon seit Generationen. Teile der "internationale Gemeinschaft" unterstützte die damaligen Hagana bis zur Errichtung Israels, weil sie nicht wusste wie sie mit dem geschundenen, vertriebenen Volk der Juden umgehen sollte. Diese Desorientirtheit hält zu Lasten von Palästina bis heute an. Ein Schande für diese "Gemeinschaft" und jeden Demokraten! Antworten
Die einseitige Haltung des Westens gegen Israel ist verlogen und verhindert einen Friedensprozess. Israel wird jahrelang mit Kassam-Raketen beschossen, und soll das erdulden. Wo war der empörte Aufschrei des Westens? Wo ist die Verurteilung der Hamas, die feige die eigene Bevölkerung als Schutzschild missbraucht? Fehler sollen angeklagt werden, aber diese Einseitigkeit ist unglaubwürdig. Antworten
Über das was Zurbrügg und Schwob hier schreiben, kann man nur den Kopf schütteln. Man fragt sich, wo da der gesunde Menschenverstand geblieben ist. Lüders hat mit seinen Aussagen vollkommen recht. Aber möglicherweise ist seine Meinung bezüglich Israel noch ERHEBLICH radikaler. Aber das getraut er sich nicht zu sagen, sonst stecken sie ihn nähmlich wegen Antisemitismus ins Gefängnis. Antworten
Joe Biden sagte bei einem Interview im israelischen Shalom TV: „Ich bin ein Zionist, man muss kein Jude sein, um Zionist zu sein.“ Das ganze Theater um die angeblichen Proteste gegen den Siedlungsbau waren und sind nur Heuchelei auf hohem Niveau. Die wahren Vertreter der Palästinenser werden zu den Verhandlungen gar nicht zugelassen. Und “Vermittler“ ist jemand, der sich als Zionist outet. Antworten
@ Zurbrügg: Es passiert viel zu häufig, dass die Geschichte verdreht wird, um ein Anspruch auf irgendetwas zu haben. Auf einer solchen verdrehten Geschichtsinterpretation sind Sie hereingefallen. Man ist kein "israel-hasser" nur weil man Islamwissenschaftler ist, vergessen Sie das bitte nicht. Antworten
@Heinz Schwob acht Jahrzehnte einen Vernichtungskrieg-und alles nur wegen den bösen Palestinensern! Desshalb verdienen sie rein gar nichts - denken sie! Ich sage Israel hat ja gar kein interesse dass es eine Lösung gibt! Sie hatten so viel Erfolg(Landgewinn) mit dieser perfieden Taktik! Der Vernichtungskrieg führt also eher Israel! Antworten
Lange, viel zu lange hat der Westen "zugeschaut", wie Israel die UN-Resolutionen bezüglich ethnologischer Veränderung sowie der Nichtbesiedlung Palästinas missachtet hat. Offensichtlich emotionslos hat man auch den Bericht der UN-Komission (1980) bezüglich der bereits gebauten Siedlungen, der Vernichtung von Pflanzungen und Wasserquellen zur Kenntnis genommen. Wird nun die Rechnung präsentiert ? Antworten
Klar, dass der Islamwissenschaftler Lüders gegen Israel wettert, seine Gesinnung wird er nicht verleugnen! Israel braucht den Platz, und historisch gesehen, gehört das Land eindeutig den Juden! Es ist höchste Zeit, dass sie sich endlich mal wehren, und sich ihr Land zurückerobern! Antworten
Jahrzehntelange Vermittlungsversuche seitens des Westens haben bisher nichts gebracht. Vieleicht sollte sich der Westen komplett dort heraushalten,da keine der Parteien, ob Isrealis oder Palestinenser, ernsthaft Frieden ohne komplette Kapitulation der Gegenseite will. Jeder Vermittlungsversuch wird letztendlich als Einmischung gewertet. Es gibt andere Probleme in der Welt, wo Hilfe willkommen ist. Antworten
Zuerst: Haben die USA da etwas zu sagen und warum? Zweitens hat Israel keine Ueberlebenschance, weil es niemanden neben sich akzeptiert. Somit ergibt sich trotz Unterstützung vieler, dass der Staat in Birobidjan, wo es Platz genug hat, neu gegründet werden kann - mit viel grösseren Entfaltungschancen. Antworten
Ich bin geborener Basler und lebe seit 16 Jahren in Israel. Ich bin religioes und dennoch bin ich bereit, den Palaestinensern morgen einen Staat zu geben, auch in Sachen Jerusalem waere ich zu Zugestaendnissen bereit - aber: was bekomme ich? Wer garantiert mir einen wirklichen Frieden? Niemand ausser Israel selber. Antworten
Sind denn die Palästinenser keine Menschen, Herr Schwob? In welchem anderen Konflikt der Geschichte wurden und werden Verbrechen von Leuten, die zehntausende ermordet und Hunderttausende vertrieben haben um einen Staat zu gründen in dem die verbliebenen Ureinwohner als Menschen 2. Klasse behandelt werden, nicht bestraft? Antworten
Der Hauptgrund für's "Umdenken" liegt in der Tatsache, dass arabische CENTCOM Mitglieder die regionale Autorität der USA zunehmend in Frage stellen, da die USA sich kaum gegenüber Israel durchsetzen können. Das gefährdet die lokal stationierten US-Truppen je länger je mehr, und die Folgen (Tote) haben trotz starker AIPAC-Lobby Vorrang gegenüber der Beziehung zum notorischen Terroristenstaat Israel Antworten
Es kann und darf nicht sein, das Isreale sich alles nimmt und jeder schaut weg. Wie würden wir Reagieren, wenn Deutschland, Frankreich oder Italien an unserem Land knabbern würden und es einnehmen? Der Aufschrei wäre sehr gross zu recht. Warum schaut aber die ganze Welt bei Israel weg? Antworten
Das Verhalten Israel's ist der grösste Verrat an der eigenen Geschichte und wird Israel irgendwann ins Verderben stürzen. Gewalttätige Pälästinenser vorzuschieben um nicht's zu tun ist nur ein billiger Vorwand, Israel hat tausend Mal mehr Pälästinenser umgebracht als umgekehrt, schikaniert diese und nimmt ihnen ihr Land weg. Für mich ist nicht nachvollzierbar, dass Israel nicht boykotiert wird. Antworten
Einmal mehr zeigt das offizielle Israel sein wahres Gesicht! Dieses sträubt sich nämlich für einen gerechten Frieden!Ohne massive US- Wirtschaftshilfe wäre Israel kaum überlebensfähig.Die Frage stellt sich allerdings,wie lage sich die USA das noch bieten lassen werden?Obama ist in der Pflicht,wenn man seine als historisch bezeichnete Kairoer-Rede angehört hatte! Antworten
Meiner Meinung nach hat Israel seit langem alle internationale Sympathien verspielt, indem Israel Verbrechen anderer anprangert, jedoch die eigenen unter dem Deckmantel "Recht auf Verteidigung" verharmlost. Wäre es nicht Israel sonder ein arabisches Land das so praktiziert, wären längst int. Embargos verhängt, vielleicht auch ein Krieg geführt worden. Daher ist die UNO = United Nothing Organizatio Antworten
BIden hat recht, und Herr Schwob kennt nicht mal die Geschichte, scheinbar nicht einmal die Gegenwart. Wer wen in stärkerem Masse "vernichtet", zeigt einBlick in die Statistik. Wer welches Recht bricht, ein Blick in die UNO Resolutionen. Umgekehrte Frage: weshalb sollte es Israel verdient haben, besetztes Gebiet – nach einer über 50-jährigen Geschichte der Aggression – annektieren zu dürfen? Antworten
Komisch: Die Schweiz wird in der ganzen Welt wegen dem Minarettverbot gescholten und Israel kann sich um Menschenrechte sowie UN-Resolutionen foutieren und wird noch immer mit Samthandschuhen angefasst. Die UN, EU & USA haben versagt. Ich dachte Obama bringt einen neuen Wind in diesen Konflikt, aber die einheimische jüdische Lobby wird dies zu verhindern wissen. Antworten
Israel führt sich dank einflussreicher US-Judenlobby in den widerrechtlich besetzten Gebieten als US-Statthalter auf. Es hat sich schon lange vom Opfer zum Täter gewandelt, obwohl es bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit noch immer die hohle Hand macht und verlangt, was es selbst nicht einhält. Muslime und Christen werden systematisch schikaniert und aus ihrem eigenen Land vertieben! Antworten
Es ist unglaublich, mit welcher Arroganz sich Israel gebärdet und immer noch Unterstützung vom gesamten Westen bekommen. Israel wird hochgerüstet, damit es nachher mit diesen Waffen wehrlose Zivilisten im Gaza-Streifen . Es wird Israel verziehen, wenn diese illegale Siedlungen in Palästinensergebieten bauen und nur ein bisschen gerüffelt, wenn Mauern errichtet werden. Absolut unverständlich. Antworten
@Heinz Schwob: Weil die Palästinenser die ursprünglichen Einwohner des Landes sind. Als weiland die Habsburger den Eidgenossen das Leben schwer machten wehrten sie sich. Darauf sind wir heute stolz und sprechen von Freiheitshelden... Beide Parteien müssen den Frieden wollen. Israel will ihn zur Zeit offensichtlich nicht. Antworten
Israel ist die Folge weltweiter, jahrhundertelanger Unterdrückung der Juden durch Christen und Muslime, die im Holocaust des dritten Reiches gipfelte. Israels Existenzängste sind begründet und werden, gerade aus der islamischen Welt, reichlich gefüttert. Die haben ganz recht sich nichts sagen zu lassen. Wünschten wir uns nicht auch etwas standfestere Politiker? Antworten
@ H. Schwob: Bei allem Respekt, aber für ihre Aussage sollten sie sich schämen. Gerade an den Juden hat uns die Geschichte gelernt was Vernichtungskrieg bedeutet. Dies mit den Aktionen der Palästinenser zu vergleichen ist eine beispiellose Verfehlung. Diese kämpfen um ihr Land und ihre Häuser, gegen eine Siedlungspolitik einer Uebermacht welche an einem Nebeneinander nicht interessiert ist. MFG Antworten
Israel verletzt kein internationales Recht. Judäa und Samarien wurden zwar einmal von Jordanien annektiert aber niemand annerkannte dies. Auch erhebt Jordanian meines Wissens keinen Anspruch mehr. Es handelt sich bestenfalls um umstrittene Gebiete. Wollen wir nun auch Ostpreussen für Deutschland fordern? Und die USA für die Indianer? Antworten
Tatsache ist, das Israel bis heute seine Grenzen nicht klar definiert hat. Deshalb wird der Staat Israel auch nicht anerkannt und kann auch nicht anerkannt werden. Was es braucht ist wirtschaftlichen Druck. Israel muss einlenken. Ein Frieden ist bitter nötig. Nur so können die Nah Ost Probleme gelöst werden. Es muss endlich gleiches Recht und Pflichten für alle Beteiligten angewendet werden. Antworten
es ist nun aber wirklich höchste zeit dass Israel mal auf den Platz gewiesen wird wo es hingehört und mit aller schärfe sanktionen zu spüren bekommt. boikotiert einmal die israelischen lebensmittel, welche mit palästinensischem trinkwasser produziert werden das geht ganz schnell dann wird israel einmal etwas vernünftig Antworten
Deutschland musste nach dem verlorenen Angriffskrieg 1945 grosse Gebiete an Polen, Russland und die Tschechei abgeben. Keiner stört sich daran. Weshalb soll für Israel anderes gelten? Die besetzten Gebiete (Westbank, Golan) wurden nach einem verlorenen arabischen Angriffskrieg auf Israel von Jordanien und Syrien anektiert. Könnte mir mal einer emotionslos den Unterschied erklären? Antworten
Worte, nichts als leere Worte, bisher hat kein Staat und kein Politiker den Mut aufgebracht, Israel als das zu bezeichnen was es ist! Ein Staat der das Internationale Recht mit Füssen tritt und alle schauen zu. Man hat Angst als Anti-Semit bezeichnet zu werden, weil jeder der Israel kritisiert ein solcher ist! mfg ML Antworten
Herr Schwob. Ich hoffe, Sie haben sich verschrieben. Die Palästinenser verdienen einen Staat wie jedes andere Volk auch. Wer sind Sie denn, dass Sie zu bestimmen wagen, welche Ethnien einen Nationalstaat verdienen und welche nicht? Ich vermute Sie sind Schweizer; wie rechtfertigen Sie Ihren Anspruch auf einen eigenen Staat? Man muss nichts tun um ein Anrecht auf ein freies Leben zu haben. Gottlob! Antworten
warum machen die USA nicht das, was sie gegenüber allen andern machen: Boykott, Gelder einfrieren, keine Transaktionen mehr erlauben... und schon würden die Israelis kuschen. Denn sie sind nicht autark, sondern abhängig von Aussenkontakten. Ja, warum machen sie das nicht? Weil Israel der Vorposten ist, die Ölfelder zu garantieren... Antworten
Es reizt die Gemüter, wenn Israel am gleichen Tag an dem Biden ihr Land besucht, kurzerhand ankündigt, dass weitere illegale Siedlungen gebaut werden. Israel wird, so befürchte ich - aufgrund ihrer fundamentalistischen Ideen, früher oder später keine Freunde mehr haben. Das Verständnis für die israelische Besetzung in der West-Bank, die Aggressionen und das ewige Klagen und Gejammer, wird abnehmen Antworten
Wer für Verhandlungen Vorbedingungen stellt, setzt das Zeichen, dass er eigentlich an Verhandlungen gar nicht interessiert ist. Die normale Art, zu verhandeln, ist dass man sich an einen Tisch setzt, alles auf den Tisch legt, und dann braucht es eben beidseitig die Bereitschaft, nachzugeben. Ich habe nie den Eindruck bekommen, dass die Palästinenser überhaupt verhandeln wollen. Antworten
herr schwob, es verlangt niemand von israel, zu kapitulieren. was aber ganz nett wäre, wäre wenn es schon nur mal damit aufhören würde, den palästinensern stetig mehr land zu stehlen und mit illegalen siedlungen fakten zu schaffen...krieg führen beide parteien, nach ihrer logik müsste man also beiden das land wegnehmen...huch, moment, das hat man bei den palästinensern ja schon... Antworten
@Heinz Schwob, eine sehr einfache art wie sie die dinge betrachten ! was ist mit den tausenden von 'pa' die nach der landschenkung an die israelis in den gründungsjahren von heute auf morgen fremde auf ihrem boden wurden ? es ist zeit zu unterscheiden zwischen terroristen und pa's ! was israel aufführt ist an menschenverachtung nicht mehr zu übertreffen. Antworten
@Heinz Schwob. Bei allem Respekt, Ihre Realitaetswahrnehmung scheint getruebt. Es gibt Kreise, die eine Existenzberechtigung des Staats Israel hinterfragen. Man sollte objektiv sein und sich mit geschichtlicher und zeitlicher Distanz die Frage stellen, wer aus welchem Grund was verdient hat, oder glaubt, verdient zu haben. 40 Jahre Okkupation und Siedlungsausbau ist kaum die richtige Antwort. Antworten
Die Israelis haben zuviele politische und wirtschaftliche Druckmittel in der Hand, als dass sich am bedingungsloser Gehorsam der USA oder EU etwas ändern könnte. Dass den gemässtigten Worten des Westens den Palistinensern gegenüber Taten folgen könnten ist somit ein Ding der Unmöglichkeit. Antworten
Das grosse Problem ist doch dass die USA Israel in jeder Beziehung beistehen und den Rücken decken. Friedensgespräche gibt es seit Jahrzehnten, gebracht hat alles nichts. Die westliche Welt sollte sich schon lange vollends zurück ziehen weil die Parteien eigentlich das Problem selber lösen müssten. Wer an eine Einigung glaubt ist ein Träumer.. Antworten
Biden sagte: die PA verdienen einen lebensfähigen Staat mit zusammenhängendem Territorium. Warum? Was haben sie getan, um das zu verdienen? In welchem anderen Konflikt der Geschichte sind Leute,die acht Jahrzehnte einen Vernichtungskrieg führten und das weiter tun, als solche angesehen worden,die irgendwas verdienen. Warum glaubt Biden, dass Israel es" verdient "hat zu kapitulieren? Antworten
Wann endlich wird wenigstens die EU sich von Worthülsen lösen und wirtschaftlichen Druck auf Israel ausüben. Es kann nicht sein, Israel weiter gewähren zu lassen von Frieden zu sprechen und genau das Gegenteil zu tun. Israel ist ein Pulverfass das auch für Europa nicht ohne Folgen bleiben wird wenn es explodiert und die Gefahr wächst immer mehr, denn Ultrareligiöse bauen ihre Macht aus. Antworten
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Urs Stotz
@Tommy Rasmussen: Sehr wohl kann ich die Karte, so wie Sie das vorschlagen, vergleichen. Ich sehe damit aber nur, dass es so ist, und nicht warum es so ist. Es gibt auch andere Karten, die ich mit 80 Jahren vorher vergleichen kann, und da sind Länder selber schuld, dass sie Gebiete verloren haben. Ich kann auch die 10'000 Kassam-Raketen in 8 Jahren zählen. Diese Vergleiche sagen nichts aus. Antworten