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Iran zündet den atomaren Turbo

Aktualisiert am 08.06.2011 15 Kommentare

Allem internationalen Widerstand zum Trotz: Iran treibt die Produktion von hoch angereichertem Uran voran. Das umstrittene Atomprogramm zieht um und geht in eine neue Phase.

Denkt nicht daran, sein Atomprogramm herunterzufahren: Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad bei einer Rede in der Nuklearanlage Natans (9. April 2007).

Denkt nicht daran, sein Atomprogramm herunterzufahren: Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad bei einer Rede in der Nuklearanlage Natans (9. April 2007).
Bild: Keystone

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Der Iran will sein umstrittenes Atomprogramm deutlich ausbauen. Das Land plane, seine Produktion von hoch angereichertem Uran in diesem Jahr zu verdreifachen, sagte Vizepräsident Fereidun Abbasi am Mittwoch laut einem Bericht der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Gleichzeitig sollen in einer neuen Atomanlage in Zukunft hoch entwickelte Zentrifugen eingesetzt werden, die eine höhere Anreicherung des Urans ermöglichen als bisher.

Abbasi, der auch Leiter des iranischen Atomprogramms ist, sagte, das gesamte Programm inklusive der neuen Zentrifugen werde bald in der Anlage Fordo in der Nähe der Stadt Kom installiert werden. Der Umzug vom bisherigen Standort Natans werde von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) überwacht werden.

Die geheime Anlage im Berg

Der Iran gestand die Existenz der geheimen Anlage in Fordo erstmals im September 2009 ein, nachdem westliche Geheimdienste sie entdeckt hatten. Damals waren die Labors, die sich in ehemaligen Munitionsdepots befinden, die in einen Berg hineingegraben wurden, noch im Bau. Die Gegend wird von der Republikanischen Garde streng bewacht, eine angrenzende Militäranlage soll mögliche Angreifer abwehren.

Der Iran steht unter dem Verdacht, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung von Atomenergie nach Atomwaffen zu streben. Die UN haben bereits vier Sanktionsrunden verhängt, um den Iran zu zwingen, sein Programm zur Urananreicherung aufzugeben. Als der Iran im Vorjahr erstmals die Inbetriebnahme einer Zentrifuge der neuen Generation verkündete, verurteilte die IAEA den Schritt. Er sei nicht mit den UN-Resolutionen zum iranischen Atomprogramm vereinbar.

Leistungsfähigere Zentrifugen

Mit den neuen Zentrifugen könnte der Iran nun in kürzerer Zeit weit mehr radioaktives Material produzieren als bisher. Sie sind technologisch weit fortschrittlicher als die alten P-1-Zentrifugen, die der Iran auf dem Schwarzmarkt erworben hatte und die in der Anlage in Natans im Einsatz sind.

Im vergangenen Februar gelang es dem Iran, Uran bis zu 20 Prozent anzureichern, für Experten eine Schwelle auf dem Weg zu hoch angereichertem Uran. Auf 90 Prozent angereichertes Uran wird gebraucht, um Atombomben herstellen zu können. (ami/dapd)

Erstellt: 08.06.2011, 16:06 Uhr

15

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15 Kommentare

Lukas Wirz

08.06.2011, 16:56 Uhr
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und zweifelt noch jemand daran dass der Iran nicht Atombomben herstellen will?
Das iran. Volk wird unterdrückt, leidet, hungert und dieses verrückte Regim verschwendet Billionen and Massenvernichtungswaffen- .
Iran ist nicht einmal fähig sein eigenes Oel zu raffinieren, aber ein Atomprogram muss her. Ahmad. ist verrückter als Saddam H. war- .
Antworten


Hermine Kleefeld

08.06.2011, 17:04 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Der Iran will sein umstrittenes Atomprogramm deutlich ausbauen, und Israel hat sein geheimes Atomprogramm schon ausgebaut. Beide Regime werfen unliebsame Mitwisser ins Gefängnis, und Israel mauert die ursprüngichen Einwohner (die Palästinenser) in Reservaten ein. Nein, keine Mauern, ein Schutzwall, 5 Meter hohe Betonmauern mit Stacheldraht und nachgelagerten Minenfeldern. Unschöne Parallelen. Antworten



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