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Iran treibt Atomwaffenprogramm voran

Aktualisiert am 02.09.2011 6 Kommentare

Laut einem Bericht der IAEA arbeitet das Land heimlich an Komponenten für Atomwaffen. Die Internationale Atomenergiebehörde zeigt sich «zunehmend besorgt». Der Iran dementiert die Gerüchte indes.

Teile der Urananreicherung wurden in einen Bunker verlegt: Die iranische Atomanlage Natanz. (Archivbild)

Teile der Urananreicherung wurden in einen Bunker verlegt: Die iranische Atomanlage Natanz. (Archivbild)
Bild: Keystone

Atomnetzwerk mit Nordkorea

Ein vertraulicher Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) legt nahe, dass sich Nordkorea Teile für sein umstrittenes Atomprogramm auf dem Schwarzmarkt beschafft hat. Ein US-Team, das im vergangenen Jahr nach Nordkorea gereist war, habe in einer Fabrik zur Urananreicherung Maschinen gesehen, die «von einem geheimen Netzwerk vertriebenen Anlagen stark ähnelten».

In dem Geheimbericht, den die Nachrichtenagentur AP am Freitag einsehen konnte, war offenbar von einer Gruppe um den pakistanischen Wissenschaftler A.Q. Khan die Rede, die bereits den Iran mit Teilen für sein Nuklearprogramm beliefert hatte. (dapd)

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Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ist zunehmend besorgt über ein mögliches iranisches Atomwaffenprogramm. Zahlreiche Geheimdienstinformationen legten nahe, dass Teheran weiterhin heimlich an Komponenten für ein Atomwaffenprogramm arbeite, heisst es in einem internen Bericht der IAEA. Die Informationen seien glaubwürdig, «umfangreich und reichhaltig».

Der Bericht wurde der Nachrichtenagentur AP zugänglich gemacht, nachdem er bei den 35 IAEA-Mitgliedern und dem Weltsicherheitsrat im Umlauf war. Weiter heisst es darin, der Iran habe wie zugesagt damit begonnen, Geräte für die Urananreicherung in einem unterirdischen Bunker zu installieren, der besser gegen Luftangriffe geschützt ist als die bisherigen Anlagen. Bei der Anreicherung von Uran kann Kernbrennstoff hergestellt werden, aber auch spaltbares Material für Sprengköpfe.

Teheran dementiert

Die IAEA hat in ihren jüngsten Berichten ein wachsendes Unbehagen geäussert, dass der Iran seine Atomaktivitäten fortsetzen könnte. Die Formulierung «zunehmend besorgt» hat die Behörde in Unterlagen zum möglichen iranischen Atomwaffenprogramm bislang nicht verwendet.

Die Regierung in Teheran hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie arbeite heimlich an einem Atomwaffenprogramm. Sie betont vielmehr, ihr Nuklearprogramm diene allein zivilen Zwecken. (kpn/dapd)

Erstellt: 02.09.2011, 20:23 Uhr

6

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6 Kommentare

Karl Hinderlin

02.09.2011, 21:03 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Ich hab da keine Angst, dass Israel nicht rechtzeitig dem üblen Gebahren ein Ende bereiten wird. Und dies völlig ohne CO2-Emission. Also, auch die Grünen werden nichts auszusetzen haben. Stuxnet lässt grüssen! Antworten


Heinz Meyer

03.09.2011, 07:34 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Der Iran sollte die Welt nicht allzu stark reizen. Das kann böse enden. Hoffentlich hat Herr Hinderlin recht, und Stuxnet-2 ist auf dem Weg in die Anlagen. Antworten



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