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Iran: Keine Uran-Anreicherung im Ausland

Aktualisiert am 19.01.2010 3 Kommentare

Der Iran lehnt das Angebot ab, sein angereichertes Uran im Ausland zu Brennstäben aufbereiten zu lassen. Diplomaten sehen darin ein weiteres Spiel auf Zeit.

Satellitenbild der mutmasslichen iranischen Atomanlage nahe der Stadt Qom.

Satellitenbild der mutmasslichen iranischen Atomanlage nahe der Stadt Qom.

Der Iran lehnt das Angebot der Staatengemeinschaft ab, den überwiegenden Teil seines angereicherten Urans im Ausland zu Brennstäben aufbereiten zu lassen. In einem Gegenvorschlag erwägt Teheran ein Austausch des Urans nur auf iranischem Boden. Als weitere Voraussetzung wird zudem genannt, zeitgleich Material für Forschungsreaktoren zu erhalten.

Ein Spiel auf Zeit

Die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland hatten Teheran im Oktober ein Angebot unterbreitet, wonach der Staat sein Atomprogramm zur Kernenergiegewinnung und Forschung beibehalten dürfte. Die Aufbereitung bereits angereicherten Urans zu Brennstoffen für Reaktoren sollte aber im Ausland vorgenommen werden. Damit sollte verhindert werden, dass der islamische Staat waffenfähiges Material produziert. Mit den Brennstäben können zwar Kraftwerke betrieben werden, für den Bau einer Bombe eignen sie sich aber nicht.

Diplomaten sehen in der Reaktion Teherans ein weiteres Spiel auf Zeit. Der Austausch von Uran werde damit um mindestens ein weiteres Jahr verzögert - Zeit, in der der Iran seine Bestände an angereichertem Uran aufstocken könnte.

Selbst wenn dann die im ursprünglichen Angebot festgesetzte Menge von 1'100 Kilogramm ins Ausland gebracht würde, verbliebe womöglich noch genug für eine Atomwaffe, befürchtet die Internationale Atomenergiebehörde in Wien. (pfs/ddp)

Erstellt: 19.01.2010, 21:48 Uhr

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3 Kommentare

Russel Nurjew

20.01.2010, 09:15 Uhr
Melden

Es wird Zeit, dass die internationale Gemeinschaft dem Land eine Lektion erteilt. Dass Iran die Bombe und nicht AKWs bauen will, ist sonnenklar. Antworten


Peter Engeler

20.01.2010, 11:50 Uhr
Melden

Ich gratuliere der iranischen Regierung, dass diese sich dem "doppelmoraligern und scheinheiligen" Westen noch immer widersetzt. Der Westen ist kaum vertrauenswürdig: 1951 hat dieser die demokratisch gewählte Messedaq-Regierung gestürzt, das Terrorregime des Schah wurde unterstützt, der Irak wurde aufgerüstet (1 MIo tote Iraner) , ein iranisches Zivilfluzeug wurde abgeschossen (viele Tote) usw. Antworten



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