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In den Höhlen der Al-Qaida

Aktualisiert am 03.03.2010

Pakistanische Truppen haben einen «Kaninchenbau» der Al-Qaida-Führung entdeckt. Auch die Nummer 2 des Terrornetzwerks fand dort offenbar Unterschlupf.

Schlafsäcke und einfache Decken: In diesen Stollen hausten die Terroristen.

Schlafsäcke und einfache Decken: In diesen Stollen hausten die Terroristen.
Bild: Reuters

«Es war das wichtigste militärische Zentrum, wo Agenten der al-Qaida sich frei bewegten», sagte der zuständige Kommandeur der pakistanischen Truppen, Generalmajor Tariq Khan, laut einem Bericht auf der Webseite der britischen Zeitung «Times» und weiterer Medien. Auch Ayman al-Zawahiri, die Nummer 2 nach Osama bin Laden, habe dort Unterschlupf gefunden, erklärte Khan vor Journalisten in Damadola, das etwa sieben Kilometer von der afghanischen Grenze liegt.

Das Dorf in der Region Bajaur, umgeben von schneebedeckten Bergen, war in den vergangenen 16 Monaten umkämpft. Erst vor Kurzem konnte die pakistanische Armee den Ort betreten. Zuvor hatten die Aufständischen die Region beherrscht – auf beiden Seiten der Grenze.

Höhlen als Zentrale des Terrornetzwerks

«al-Qaida war hier», sagte Khan laut den Berichten weiter, «sie hatten die Bergkämme besetzt.» Insgesamt habe es 156 Höhlen gegeben, die als Verteidigungskomplex genutzt wurden. Die pakistanischen Truppen töteten nach seinen Angaben insgesamt 75 Militante, die teils aus der Region stammten und teils zugewandert waren.

Laut dem Kommandeur befindet sich die Militäraktion gegen die Aufständischen in ihrer letzten Phase. Die Armee hatte ihren Angriff in Bajaur im August 2008 begonnen und bereits im Februar des vergangenen Jahres ihren Sieg verkündet. Doch als sich die Aufmerksamkeit der Regierung wieder stärker auf den Kampf gegen die Taliban richtete, war die al-Qaida allmählich wieder eingesickert.

76 Kämpfer getötet

Kommandant Tariq Khan erklärte Journalisten, seine Truppen hätten die Festung und das Dorf im Januar gestürmt. Bei der Operation seien Ägypter, Usbeken, Tschetschenen und Afghanen ums Leben gekommen. 75 Aufständische seien getötet und 76 festgenommen worden. (raa)

Erstellt: 03.03.2010, 15:01 Uhr

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