Die Schweiz soll nicht als «schlechtes Beispiel» dienen
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Die Organisation der islamischen Konferenz (OIC) befürchtet, dass das Ergebnis zu einem Präzedenzfall in Europa wird. Die Botschafter der 56 OIC-Länder wandten sich mit der Aufforderung an den Schweizer UNO-Botschafter Dante Martinelli, wie der pakistanische UNO-Botschafter Zamir Akram vor Journalisten in Genf bekannt gab. Sie befürchteten, dass auch in anderen Ländern Verbote von Minaretten oder weiterer muslimischer Symbole gefordert würden.
«Die Schweizer Behörden müssen alle verfassungsmässigen und legalen Mittel anwenden, um das Resultat der Abstimmung für ungültig zu erklären», forderte Akram. Die Situation müsse ernst genommen werden. In Österreich forderten einige Parteien bereits auch ein Minarettverbot, sagte ein pakistanischer Diplomat.
Dialog mit Schweiz gewünscht
Weiter bat die OIC die Schweizer Behörden, den Dialog mit der muslimischen Gemeinschaft weiter zu vertiefen. Damit solle in der Schweiz ein besseres Verständnis zum Islam geschaffen werden. «Die Mehrheit der Muslime sind weder Extremisten noch Terroristen. Mit dem Finger auf sie zu zeigen ist eine schlechte Sache», sagte Akram.
Die OIC-Vertreter wollten das Dossier weiter mitverfolgen und wünschten, den Dialog mit den Schweizer Behörden fortzzsetzen, hiess es weiter.
«Wenn die Schweizer es tun ...»
Die Schweiz sei in den muslimischen Ländern als offenes und tolerantes Land bekannt, das seine internationalen Verpflichtungen respektiere, fügte ein pakistanischer Diplomat hinzu. «Deshalb darf die Schweiz nicht als schlechtes Beispiel vorausgehen. Andere würden sich sonst sagen: Wenn die Schweizer es tun, dürfen wir es auch.» (cpm/sda)
Erstellt: 10.12.2009, 22:06 Uhr
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