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Bombenterror der Taliban in Kandahar

Bei einer Serie von Sprengstoff-Attentaten in der Stadt Kandahar im Süden von Afghanistan sind am Samstagabend mindestens 27 Menschen getötet worden.

Unter den Opfern der Anschläge sind Zivilisten und Polizeibeamte, wie der Chefarzt des grössten Krankenhauses in Kandahar mitteilte. Zudem seien mehr als 50 Menschen verletzt worden, als nach Einbruch der Dämmerung vier Sprengsätze in der Innenstadt in kurzer Folge explodiert seien.

Die grösste Bombe detonierte nach Angaben der Provinzregierung nahe des streng bewachten Gefängnises von Kandahar. Ein weiterer Anschlag zielte auf das Gebäude des Polizeichefs. Ein dritter Sprengsatz ging nahe der Residenz des Provinzchefs Ahmad Wali Karzai, dem Halbbruder von Präsident Hamid Karzai, in die Luft.

Taliban: «Zahlreiche Feinde der Gotteskrieger»

Die Selbstmordanschläge seien als Warnung an die ausländischen Truppen gerichtet, teilten die Aufständischen am Samstag auf ihrer Internetseite mit. Bei den Attentaten seien «zahlreiche Feinde der Gotteskrieger» getötet worden.

Die amerikanischen Streitkräfte haben noch für dieses Jahr eine Offensive gegen die Aufständischen in der Provinz Kandahar angekündigt und den Einsatz bereits als möglicherweise entscheidende Schlacht gegen die Taliban bezeichnet. Kandahar war die inoffizielle Hauptstadt der Taliban bis zu deren Sturz 2001. (raa/ddp/)

Erstellt: 13.03.2010, 22:04 Uhr

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