Bessere Koordination, neue Ziele und andere Waffen
Aktualisiert am 14.09.2011 1 Kommentar
Heimtückisch: Eine magnetische Bombe am Boden eines Autos befestigt.
Afghanistans Polizei stoppt Gefechte in Kabul. (Video: Reuters )
Links
Bildstrecke
Artikel zum Thema
- «Ein Deal müsste die Taliban legalisieren»
- Selbstmordanschlag auf Nato-Basis in Afghanistan
- Der Krieg gegen den Terror
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
In diesem Jahr begann der Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan. Bis im Jahr 2014 wird die Regierung in Kabul wieder ganz sich selbst überlassen. Weder Soldaten aus den USA, Deutschland oder Grossbritannien stehen ihr dann noch unterstützend zur Seite.
Die Talibanherrschaft, die in Teilen Afghanistans bis ins Jahr 2001 anhielt, ist mittlerweile beendet. Doch die Gefahr durch die islamistische Miliz blieb bestehen und erreichte in diesem Sommer einen neuen Höhepunkt: Ende Juni stürmte ein Selbstmordkommando das Luxushotel Intercontinental in Kabul.
Diese Woche war es die US-Botschaft in der Hauptstadt, die als Terrorziel herhalten musste. Diese beiden Anschläge waren nicht grausamer als unzählige andere in diesem Jahr. Doch beide Male betrafen sie westliche Ziele, schlugen hohe mediale Wellen und erhielten eine maximale Aufmerksamkeit. Auch die Entführung der beiden Schweizer, von denen seit Anfang Juli jede Spur fehlt, fällt in dieselbe Kategorie symbolträchtiger Attacken.
Taliban mit Taktikwechsel
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) glaubt, dass die Taliban einen Taktikwechsel vollzogen haben. «Spiegel online» zitiert aus einem E-Mail, in dem Mitarbeiter des GIZ warnen: Es gebe «glaubwürdige Gefahrenwarnungen», dass die Taliban in Afghanistan derzeit «ihre Taktik, Technik und Vorgehensweisen» neu ausrichten.
Darunter fallen auch Waffen, die eine neue Bedrohung mit sich bringen. Konkret erwähnt die GIZ Magnetbomben. Und warnt: «Um diese Sprengsätze anzubringen, beauftragen die Aufständischen Kinder und anderes Personal.» Die Fahrer müssten ständig auf der Hut sein und dürften auf keinen Fall einschlafen. Auch bei Verkehrsstaus sei die Umgebung um das Auto aufmerksam zu beobachten, zitiert «Spiegel online» die GIZ. Die Extremisten können die Bomben quasi im Vorbeigehen an den Fahrzeugen befestigen.
Koordination auf neuem Niveau
Die USA warnten: Beim jüngsten Angriff in Kabul, bei dem 27 Menschen ums Leben kamen, sei es das erste Mal, dass Extremisten koordinierte Anschläge auf diesem Niveau in mehreren Vierteln der afghanischen Hauptstadt ausübten. Das lege die Vermutung nahe, dass die Aufständischen Hilfe von Sympathisanten bei den afghanischen Streitkräften hatten.
Zu dem Angriff bekannten sich die Taliban. Die USA und auch die Polizei in Kabul vermuteten, dass auch das Haqqani-Netzwerk dahinter stecken könnte. Die Gruppe hat sowohl Beziehungen zu den Taliban als auch zur Terrorgruppe al-Qaida und gilt inzwischen als eine der grössten Gefahren für die Stabilität in Afghanistan. Ihre Rückzugsgebiete haben die Kämpfer des Haqqani-Netzwerks in den Stammesregionen im Westen Pakistans.
(mrs)
Erstellt: 14.09.2011, 18:07 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
1 Kommentar
Ausland
- 23:28Muslimbrüder sind siegesgewiss
- 11:17Plant Berlusconi einen Anlauf mit neuer Partei?
- 06:36Mob wirft Steine auf Präsidentschaftskandidaten
- 23:08Grosser Andrang vor ägyptischen Wahllokalen
- 21:28«Dieses Ungleichgewicht zerstört die Europäische Union»
- 19:31Weil er die Spur zu Osama bin Laden legte: Arzt muss ins Gefängnis
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


Bitte warten


