Ausland

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Bericht: Iran hat mit der Anreicherung von Uran begonnen

Aktualisiert am 08.01.2012 35 Kommentare

Laut iranischen Medien hat Teheran eine neue Anlage zur Anreicherung von Uran in Betrieb genommen. Die Neuigkeit wurde mitten in einer angespannten Lage zwischen dem Iran und dem Westen verkündet.

Von der IAEA argwöhnisch beäugt: Versuchsreaktor in der Nähe von Teheran.

Von der IAEA argwöhnisch beäugt: Versuchsreaktor in der Nähe von Teheran.
Bild: Keystone

Ahmadinedjad in Lateinamerika

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedjad ist zu einer fünftägigen Reise nach Lateinamerika aufgebrochen. In Venezuela, Nicaragua, Kuba und Ecuador wolle er Gleichgesinnte besuchen, die ebenso wie der Iran eine «antikolonialistische Haltung» einnähmen, sagte er vor seinem Abflug in Teheran mit Blick auf die USA.

Während der Reise werde er mit seinen Partnern über Washingtons «Absichten zur Intervention in Angelegenheiten anderer Staaten» sowie über die «militärische Präsenz» der USA diskutieren. Ahmadinedjads erste Station ist Venezuela, wo er mit Staatschef Hugo Chávez zusammenkommen will. Beide pflegen seit Jahren enge Beziehungen.(AFP)

Bildstrecke

Atomstreit mit dem Iran

Atomstreit mit dem Iran
Am 8. November 2011 erscheint der neueste Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum iranischen Atomprogramm. Stationen eines endlosen Streits.

Artikel zum Thema

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Der Iran hat in einer neuen Anlage offenbar mit der Urananreicherung begonnen. Wie die regierungsnahe Tageszeitung «Kajan» berichtete, wurde die Anreicherung an hochmodernen Zentrifugen in der unterirdischen Einrichtung Fordo aufgenommen. Der nahe der Stadt Kom gelegene Standort galt lange als geheim und ist zum Schutz vor möglichen Luftangriffen in einen Berg gebaut worden.

Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtet, der Iran werde in Kürze seine neue Anlage in Fordo in Betrieb nehmen. Dies habe der Chef des iranischen Atomprogramms, Fereydoun Abbasi, am Samstag angekündigt.

Anlage in Tunnelsystem

Die Führung in Teheran hatte erst 2009 die Existenz der lange geheim gehaltenen Anlage rund 160 Kilometer von Teheran zugegeben. Die unterirdische Anlage befindet sich in einem Tunnelsystem auf einem früheren Militärgelände.

In Fordo könne Uran auf 3,5 Prozent und 4 Prozent sowie auf 20 Prozent angereichert werden, sagte Abbasi. Fordo soll neben der Hauptanlage in Natans die zweite Anlage zur Anreicherung von Uran im Herzen des Landes werden.

Ungenügende Zusammenarbeit

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, hatte bereits Anfang September 2011 bestätigt, dass in Fordo Zentrifugen zur Anreicherung von Uran installiert worden sein. Inspektoren der IAEA hatten Fordo im Oktober 2009 erstmals besucht. Nach iranischen Angaben soll dort mit mindestens 3000 Zentrifugen gearbeitet werden.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich Nuklearwaffen produzieren zu wollen. Teheran bestreitet das, arbeitet aber seit Jahren nicht ausreichend mit den Atomwächtern in Wien zusammen.

Erstmals Kernbrennstab gefertigt

Am Neujahrstag hatte Teheran bereits einen weiteren Durchbruch für sein umstrittenes Atomprogramm verkündet: Erstmals soll es es iranischen Wissenschaftlern gelungen sein, einen eigenen Kernbrennstab zu fertigen.

Natur-Uran enthält nur zu etwa 0,7 Prozent das spaltbare Isotop 235. Zur Verwendung in Kernkraftwerken muss dessen Konzentration auf 2 bis 5 Prozent erhöht werden. Von hochangereichertem Uran spricht man bei 20 und mehr Prozent. (kpn/sda)

Erstellt: 08.01.2012, 10:42 Uhr

35

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

35 Kommentare

Pascal Huber

08.01.2012, 15:22 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Iran hat wie alle anderen Länder ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm. Nur glaube ich nicht an eine ehrliche Absicht. Man erinnere sich an die Aussage von Mahmud Ahmadinedschad, in der er erläuterte, dass Israel von der Weltkarte ausradiert werden muss. Mir kommt das kalte Grausen! Antworten


Marcel Bühler

08.01.2012, 14:45 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Obwohl ich kein Freund der Nukleartechnik bin, der Iran tut das, was für viele andere Länder völlig normal und moralisch gerechtfertigt ist: Uran anreichern, damit es in Atomkraftwerken oder allenfalls in einer Atombombe verwendet werden kann. Diejenigen, die am Lautesten schreien und kritisieren, sind leider die Länder, welche die (nukleare) Büchse geöffnet haben: USA, Frankreich, England etc. Antworten



Ausland

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

FÜR IHRE FREIZEIT

Für Ausgehtipps in der Region, nutzen Sie einfach unsere Agenda.