Arabische Liga gesteht Fehler in der Syrien-Mission ein
Aktualisiert am 05.01.2012 4 Kommentare
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In der Arabischen Liga wächst das Unbehagen über die nach Syrien entsandte Beobachtermission. Die Liga habe bei der erstmaligen Entsendung von Beobachtern in ihrer Geschichte «einige Fehler» begangen, sagte Katars Regierungschef Scheich Hamad bin Dschassem al-Thani.
Er äusserte sich am Rande eines Treffens mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York, um «technische Hilfe» zu erfragen und sich über die Erfahrungen der UNO in diesem Bereich zu informieren, wie die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna am Mittwoch meldete.
«Details zu Fehlern offen»
Ein UNO-Sprecher sagte, Ban und Al-Thani hätten «praktische Massnahmen besprochen, mit denen die Vereinten Nationen die Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien unterstützen könnten».
«Das ist die erste derartige Erfahrung für uns», sagte der katarische Regierungschef laut Kuna. Die Beobachter hätten ihr Bestes gegeben. Er sehe aber, «dass es Fehler gibt.» Deshalb brauche die Liga nun «die Erfahrung der UNO».
Der katarische Regierungschef liess offen, welche Fehler von der Mission gemacht wurden. Die syrische Opposition hatte kritisiert, dass die Beobachter sich bei ihrem Einsatz zu sehr von den Sicherheitsbehörden steuern liessen und dass trotz ihrer Anwesenheit hunderte Menschen getötet worden seien.
Liga berät am Samstag
Al-Thani, der die Taskforce der Liga zu Syrien leitet, betonte allerdings, es sei auch nicht Aufgabe der Beobachter, «das Töten zu beenden.» Dem Konflikt könne nur Syriens Präsident Bashar Assad ein Ende setzen.
Minister der Arabischen Liga wollen am Samstag über die Zukunft der Mission beraten. Al-Thani zufolge geht es dabei darum, ob die Mission fortgesetzt werden kann oder nicht. Seit Beginn der Proteste gegen Assad im März wurden nach UNO-Angaben mehr als 5000 Menschen getötet. (kpn/sda)
Erstellt: 05.01.2012, 07:24 Uhr
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4 Kommentare
"Dem Konflikt kann nur Assad ein Ende setzen" Jeder Staat würde Gewalt mit Gewalt beantworten Es geht nicht um "Proteste, sondern bewaffneten Aufstand. Die durch nichts belegte Zahl der Getöteten Assad anzulasten gehört zur einseitigen Propaganda. Will Assad dem Konflikt ein Ende setzen, muss er die von aussen gesteuerten Terroristen erst aus dem Weg räumen, verhandeln wollen die ja nicht. Antworten
heute ist die Welt ist zu klein geworden um so eine Mission im Alleingang zu unternehmen. Die LIGA hat ihren Einfluss auf die Mitgliedstaaten überschätzt- vor allem diejenigen die von aussen (Iran) unterstützt werden. Dies gilt auch für Länder die offensichtlichauf die US , Russland oder China hörig sind. Antworten
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