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Zehntausende marschieren für Orban

Aktualisiert am 21.01.2012 13 Kommentare

Die anhaltende Kritik aus dem In- und Ausland an Ungarns Ministerpräsident ruft dessen Anhänger auf den Plan. Sie wollen zeigen, dass Viktor Orban noch immer populär ist.

«Das ist eine Demokratie»: Die Pro-Orban-Demonstranten besammeln sich.

«Das ist eine Demokratie»: Die Pro-Orban-Demonstranten besammeln sich.
Bild: AFP

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Zehntausende Menschen haben heute in Budapest ihre Sympathie für den rechts-konservativen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban bekundet. Sie zogen in einem Schweigemarsch vom Heldenplatz zum Parlament am Kossuth-Platz. Reden wurden nicht gehalten. Zu dem sogenannten «Friedensmarsch» hatten einige ultra-rechte Persönlichkeiten aufgerufen, die Orban unterstützen. Sie wollten den Regierungschef damit gegen Kritik der Europäischen Union (EU) und ausländischer Medien in Schutz nehmen.

Die Demonstranten trugen Transparente mit Aufschriften wie «Hände weg von Ungarn!», «Wir werden keine Kolonie sein» oder «Wir lieben Viktor Orban». Am vergangenen Dienstag hatte die EU-Kommission drei Schnellverfahren gegen Ungarn wegen mutmasslicher Verletzung der EU-Verträge auf den Weg gebracht. Unter anderen beanstandet Brüssel ein neues Gesetz, das die Unabhängigkeit der ungarischen Notenbank beeinträchtigt. Orban hatte unter dem Druck aus Brüssel angekündigt, die Gesetze zu ändern.

Kritik an autoritären Ambitionen

Allgemein wird Orban im In- und Ausland wegen seiner autoritären Ambitionen kritisiert. Die zu Jahresbeginn in Kraft getretene neue Verfassung dient nach Ansicht von Kritikern dazu, Orbans Macht über die gegenwärtige Legislaturperiode hinaus festzuschreiben. Auch die Einschränkung der Medienfreiheit ist ein in Ungarn immer wiederkehrendes Thema.

Am 2. Januar hatten mehrere zehntausend Menschen in Budapest gegen das neue Grundgesetz demonstriert. Dies weckte im Pro-Orban-Lager den Wunsch, mit einer eigenen Demonstration zu zeigen, dass der Regierungschef unter der Bevölkerung immer noch populär ist. (ami/sda)

Erstellt: 21.01.2012, 22:13 Uhr

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13 Kommentare

Gabor Dr Pal

22.01.2012, 11:05 Uhr
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Die Kleine "Fehler"!:Waren nicht Zehntausende Menschen auf der Stasse, sondern Vierhunderttausend.!!!
Die linke Bild von eine Jobbik-rechtsradikale ist Irreführend, weil sie waren nicht da sondern sie waren, und sind gegen die Orban Regierung.
Antworten


Armin Platz

23.01.2012, 15:48 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Aus mündigen 400.000 Bürgern werden in der Presse schnell mal Zehntausende rechtsverwirrte Radikale aber schaut doch mal hin da demonstrieren Hunderttausende Ungarische Normalbürger mit dem einzigen Anspruch ihre demokratisch gewählte Regierung vor dem Dauerbeschuß der Europresse zu beschützen. Deren Berichterstattung nur dem Zweck dient Ungarn als Absatzmarkt für Finanzjongleure zu erhalten. Antworten



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