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Woher kommen die grössten Schwänzer Europas?

Aktualisiert am 13.05.2009 6 Kommentare

Wer ins EU-Parlament gewählt wird, sollte dort auch erscheinen. Würde man meinen. Jahrelang waren die Informationen zu den Absenzen geheim – bis jetzt.

Nicht alle Parlamentarier nehmen ihr Mandat gleich ernst: Blick in das Europa-Parlament in Strassburg.

Nicht alle Parlamentarier nehmen ihr Mandat gleich ernst: Blick in das Europa-Parlament in Strassburg.
Bild: Keystone

Spitzenreiter sind die Abgeordneten aus Österreich: Sie waren bei 92,7 Prozent aller Sitzungen anwesend, wie die «Welt online» schreibt. Schlusslicht sind die Italiener mit einer Anwesenheitsquote von 71,9 Prozent. Auch die 99 deutschen EU-Parlamentarier fehlen im Abgeordnetenhaus relativ häufig. Die Anwesenheitsquote bei den Sitzungen im Parlament liegt bei 87,8 Prozent – das ist Platz zehn in der EU.

Dies ergab eine Auswertung des renommierten Brüsseler «European Policy Centre» zusammen mit der Organisation «Votewatch». Die Studie untersuchte die Anwesenheit der Parlamentarier bei Plenarsitzungen seit 2004.

Am häufigsten fehlte Krzysztof Holowczyc

Vor allem die Parlamentarier aus neuen Mitgliedstaaten zeigten in der vergangenen Legislaturperiode hohe Präsenz: Estland (91,9 Prozent), die Slowakei (91,6) und Polen (91,5) liegen neben Österreich vorne.

Im unteren Drittel rangieren neben den Italienern die Franzosen (85 Prozent), Belgier (84,7), Bulgaren (84,3) und Rumänen (78,4), wie «Welt online» aus der Studie zitiert.

Die Studie wertete aber auch die Anwesenheit der einzelnen Abgeordneten aus. Am häufigsten fehlten Krzysztof Holowczyc (34,3 Prozent) aus Polen und Amando Veneto (48,7) aus Italien. Insgesamt stimmte jeder EU-Abgeordnete in den vergangenen fünf Jahren mehr als 6000 Mal ab. (bru)

Erstellt: 13.05.2009, 22:13 Uhr

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6 Kommentare

Ronnie König

13.05.2009, 17:10 Uhr
Melden

Die EU ist abstrakt. Diese Politiker hätten in ihren Ländern mehr Disziplin. Der EU gegenüber fühlen sich nur wenige verpflichtet, aber wehe das Sitzungsgeld stimmt nicht! Die EU scheint mir das Schlaraffenland all jener die zu hause es zu nicht viel brachten. Das dürfte sich aber ändern. Antworten


rolf kienast

13.05.2009, 17:46 Uhr
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Interessant wäre zu erfahren, wie die Leute die Anwesenheitszeit einsetzen um wenig da zu sein aber doch die gesamten Bezüge einstreichen zu können. Antworten



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