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Verkaufen sich die Griechen an China?

Aktualisiert am 27.01.2010 16 Kommentare

In seiner Finanznot wendet sich Athen an die chinesische Regierung: Sie soll mit bis zu 25 Milliarden Euro aushelfen – und dafür am Staat beteiligt werden. Ein renommiertes Geldinstitut vermittelt.

Griechenland braucht dringend Geld: Die Nationalbank in Athen.

Griechenland braucht dringend Geld: Die Nationalbank in Athen.
Bild: Keystone

Dem Staat Griechenland fehlt es an Geld. So viel, dass er offenbar bereit ist, sich weit in den Osten zu verkaufen: Die griechische Regierung wirbt nach Informationen der «Financial Times» in Peking um frisches Kapital. Der chinesische Staatsfonds solle griechische Staatsanleihen im Wert von bis zu 25 Milliarden Euro zeichnen, berichtet die Zeitung. Als Vermittler hat Athen demnach Goldman Sachs angeheuert. Der operative Chef Gary Cohn persönlich habe den Kontakt zwischen den beiden Regierungen hergestellt.

Probleme, das Geld aufzubringen, hätte der chinesische Staatsfonds State Administration of Foreign Exchange (Safe) keine. 2400 Milliarden Dollar verwaltete er nach eigenen Angaben Ende Dezember. Und er wächst rasant: Noch Anfang Jahr hatte Safe 1900 Milliarden Dollar verwaltet. Er gilt als der grösste Staatsfonds der Welt.

Eine Beteiligung an NBG abgelehnt

Trotzdem zögert das Fondsmanagement mit einer Zusage. Laut FT sei Safe bereits in griechischen Staatsanleihen investiert und alles andere als zufrieden mit der Entwicklung der Papiere. Als erste Bedingung forderten die Chinesen demnach eine Beteiligung an der NBG, der grössten Bank Griechenlands – was Griechenland ablehnte. Jetzt wird weiter verhandelt.

Die Chancen, dass Safe einsteigt, sind intakt: Athen muss momentan satte Zinsen anbieten, um überhaupt an Geld zu kommen. Und für China wäre es eine Gelegenheit, im Euroraum einzusteigen – so, wie es bereits in Afrika an mehreren Staaten beteiligt ist und sich Rechte am Abbau natürlicher Ressourcen gesichert hat.

Auf der Suche nach 53 Milliarden Dollar

Der griechische Staat ist mit 290 Milliarden Euro verschuldet – das entspricht gut 120 Prozent der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung. Die Neuverschuldung lag 2009 bei 12,7 Prozent der Wirtschaftsleistung, was weit über der im EU-Stabilitätspakt vorgesehenen Obergrenze von drei Prozent liegt. Athen hat angekündigt, dieses Jahr 53 Milliarden Euro an frischem Kapital aufnehmen zu wollen. (oku)

Erstellt: 27.01.2010, 11:37 Uhr

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16 Kommentare

Catherine Hafner

27.01.2010, 10:09 Uhr
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Es ist eine Schande! gehört Griechenland nicht zur EU? was macht die EU? sie kriegt in Afganistan, verteilt Milliarden da und Milliarden dort für nichts und wieder nichts und für den eigenen Partner hat man kein Geld. Europa und Amerika sollten China als Vorbild nehmen. Die verpulvern ihres Geld nicht für Kriege, die nicht zu gewinnen sind. Antworten


ralph kocher

27.01.2010, 10:10 Uhr
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Ich vermeine, täte die GR-Chefetage (inklusive Anhängsel) nicht derart unprofessionell mit den volkseigenen Pfründen umgehen, wäre der Ausstand nur halb so gross. Tatsache ist, für ihren Gehalt erwartet man zumindest doch, dass sie die Geschicke des Landes verantwortungsvoll in die Hände nehmen bzw. leiten täten (von Taten). Sicher bleibt der Ausstand irgendwo gebunkert. Sowas können sie super...! Antworten



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