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USA bauen Hightech-Festung in London

Die USA planen in London eine diplomatische Vertretung, die eine Milliarde Dollar kosten wird. Es sei eine Botschaft der Zukunft, sagt der Architekt.

Nicht unumstritten: Die neue Londoner Botschaft der USA in einer Visualisierung.

Nicht unumstritten: Die neue Londoner Botschaft der USA in einer Visualisierung.
Bild: Reuters

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Die künftige US-Botschaft in London ist ein Projekt der Superlative. Geplant ist ein gigantischer Glas-Kubus mit zwölf Etagen, umgeben von einem 30 Meter breiten Graben. Das Gebäude ist eine Hightech-Version einer mittelalterlichen Festung - und soll einen maximalen Schutz vor Terroranschlägen bieten. Die Botschaft wird in einer wenig bewohnten Gegend im Süden der britischen Metropole realisiert. Mit Kosten von rund einer Milliarde Dollar wird es die teuerste Botschaft der Amerikaner sein. Die US-Botschaften im Irak und in Pakistan kosteten 600 respektive 850 Millionen Dollar.

«Das ist die Botschaft der Zukunft, sie ist weit weg vom Stadtzentrum», sagte der Architekt Kieran Timberlake gemäss einem Bericht der «New York Times». Er hatte beim Projektwettbewerb 36 Konkurrenten, darunter renommierte Architekten, ausgestochen. Baubeginn ist in drei Jahren, bis 2017 soll die Botschaft stehen.

Freude für Anwohner von alter Botschaft

Das Mega-Projekt hat erwartungsgemäss unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Im Zentrum Londons, wo sich die heutige US-Botschaft befindet, freuen sich die Anwohner. Sie hatten längst genug von den teils übertriebenen Sicherheitsmassnahmen nach den Anschlägen in New York am 11. September 2001. Der Lärm und der Verkehr seien unerträglich geworden, hiess es in einem Protestinserat. Auch die britischen Behörden reagierten positiv auf das US-Projekt.

Auf Kritik stiess die geplante Botschaft bei Nikolai Ouroussoff, einem einflussreichen Architektukritiker der «New York Times». Er bezeichnete den Milliardenbau als banal, er habe den Glamour eines x-beliebigen Gebäudes eines x-beliebigen Unternehmens.

(vin)

Erstellt: 25.02.2010, 14:59 Uhr

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8 Kommentare

Eduard van Langshe

26.02.2010, 12:55 Uhr
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@Mark Gabe, das ist tatsächlich ein Lacher! Das Geld ist ja da. Und die Sicherheit hat nunmal ihren Preis. Schliesslich ist die USA ja eine Supermacht und man soll dies ruhig zeigen. Antworten


Mark Gabe

26.02.2010, 12:17 Uhr
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Naja, bei dem gesunden Staatshaushalt den die Amerikaner haben ist so ein Milliarden-Gebäude natürlich ein Klacks.... Antworten


Robert Marek

25.02.2010, 18:39 Uhr
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Tolles Gebäude, aber ....... armes Amerika. 1 Milliarde Dollar für eine Botschaft? Das kann ja wohl nur ein Witz sein. Antworten


Jan Sommer

25.02.2010, 18:33 Uhr
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Anstelle der Bezeichnung "Botschaft" wäre wohl auch die Bezeichnung "Spionagezentrum" nicht daneben. Antworten


Henry Adler

25.02.2010, 17:41 Uhr
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Festung - das ist das richtige Wort für dieses Ungetüm! Ein solch riesiges Gebäude, nur für eine Botschaft! Was wollen die USA denn in diesem Gebäude veranstalten? Truppen sammeln? Zuzutrauen wäre es den Vereinigten Staaten jedenfalls schon. Indoktrinierung durch Einschleusen, Kontrolle durch Präsenz. Am besten mit viel Macht, die ein solches Monstrum repräsentiert. Antworten


Heinz Köhli

25.02.2010, 17:14 Uhr
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Als wären nicht schon genug staatliche Schulden zu bedienen. Auf der anderen Seite sichern Aufträge Arbeitsplätze. Antworten


alex bötschi

25.02.2010, 17:04 Uhr
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Wie es scheint richten sich die Vereinigten Staaten von Nordamerika auf eine Zukunft mit viel Ungemach von welcher Seite auch immer ein. Es sollte uns zu denken geben das sie weltweit uneinnehmbare Burgen bauen, nach friedlicher Zusammenarbeit sieht das nicht aus. Wenigstens scheint es als ob keine 20'000 Mann stationiert würden im Gegensatz zur Festung in Bagdad. Antworten


jean monnet

25.02.2010, 14:48 Uhr
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Also wenn ich das auf dem Bild richtig sehe ist das die Battersea Powerstation im Hintergrund. Das ist eine Gegend die ich nicht als "wenig bewohnt" bezeichnen würde. Antworten



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