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USA bauen Hightech-Festung in London
Aktualisiert am 25.02.2010 8 Kommentare
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Die künftige US-Botschaft in London ist ein Projekt der Superlative. Geplant ist ein gigantischer Glas-Kubus mit zwölf Etagen, umgeben von einem 30 Meter breiten Graben. Das Gebäude ist eine Hightech-Version einer mittelalterlichen Festung - und soll einen maximalen Schutz vor Terroranschlägen bieten. Die Botschaft wird in einer wenig bewohnten Gegend im Süden der britischen Metropole realisiert. Mit Kosten von rund einer Milliarde Dollar wird es die teuerste Botschaft der Amerikaner sein. Die US-Botschaften im Irak und in Pakistan kosteten 600 respektive 850 Millionen Dollar.
«Das ist die Botschaft der Zukunft, sie ist weit weg vom Stadtzentrum», sagte der Architekt Kieran Timberlake gemäss einem Bericht der «New York Times». Er hatte beim Projektwettbewerb 36 Konkurrenten, darunter renommierte Architekten, ausgestochen. Baubeginn ist in drei Jahren, bis 2017 soll die Botschaft stehen.
Freude für Anwohner von alter Botschaft
Das Mega-Projekt hat erwartungsgemäss unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Im Zentrum Londons, wo sich die heutige US-Botschaft befindet, freuen sich die Anwohner. Sie hatten längst genug von den teils übertriebenen Sicherheitsmassnahmen nach den Anschlägen in New York am 11. September 2001. Der Lärm und der Verkehr seien unerträglich geworden, hiess es in einem Protestinserat. Auch die britischen Behörden reagierten positiv auf das US-Projekt.
Auf Kritik stiess die geplante Botschaft bei Nikolai Ouroussoff, einem einflussreichen Architektukritiker der «New York Times». Er bezeichnete den Milliardenbau als banal, er habe den Glamour eines x-beliebigen Gebäudes eines x-beliebigen Unternehmens.
(vin)
Erstellt: 25.02.2010, 14:59 Uhr
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8 Kommentare
Festung - das ist das richtige Wort für dieses Ungetüm! Ein solch riesiges Gebäude, nur für eine Botschaft! Was wollen die USA denn in diesem Gebäude veranstalten? Truppen sammeln? Zuzutrauen wäre es den Vereinigten Staaten jedenfalls schon. Indoktrinierung durch Einschleusen, Kontrolle durch Präsenz. Am besten mit viel Macht, die ein solches Monstrum repräsentiert. Antworten
Wie es scheint richten sich die Vereinigten Staaten von Nordamerika auf eine Zukunft mit viel Ungemach von welcher Seite auch immer ein. Es sollte uns zu denken geben das sie weltweit uneinnehmbare Burgen bauen, nach friedlicher Zusammenarbeit sieht das nicht aus. Wenigstens scheint es als ob keine 20'000 Mann stationiert würden im Gegensatz zur Festung in Bagdad. Antworten
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Eduard van Langshe
@Mark Gabe, das ist tatsächlich ein Lacher! Das Geld ist ja da. Und die Sicherheit hat nunmal ihren Preis. Schliesslich ist die USA ja eine Supermacht und man soll dies ruhig zeigen. Antworten