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Sarkozys Sohn wird Chef über «La Défense» – Opposition heult auf
Machtballung in der Familie: Sarkozy und sein Sohn Jean. (Bild: Keystone)
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Jean Sarkozy, der Sohn des Staatspräsidenten, ist der designierte Chef der Behörde EPAD, die das wirtschaftlich bedeutende Geschäftsviertel La Défense westlich von Paris verwaltet. Die Opposition will das nicht einfach so hinnehmen. «Nur weil er Sarkozy heisst, wird ein Jurastudent im zweiten Studienjahr für die Spitze der EPAD nominiert», sagte der sozialistische Abgeordnete Arnaud Montebourg am Montag. «Das ergibt gar keinen Sinn. Das zerstört den Geist der Republik», sagte Montebourg dem Radiosender RMC-Info. Posten müssten nach Qualifikation und Leistung vergeben werden. «Aber was ist die Leistung von Herrn Sarkozy - ausser der Sohn seines Vaters zu sein?» Auch die frühere sozialistische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal zeigte sich angesichts der Nominierung «schockiert». Sie sprach von Vetternwirtschaft und sah die Grundwerte der Republik bedroht.
Führende Vertreter der regierenden Konservativen wiesen den Vorwurf des Nepotismus jedoch zurück. Patrick Balkany - Bürgermeister, Abgeordneter und ein enger Verbündeter von Sarkozy Senior - verteidigte die Personalie. Die Berufung habe nichts damit zu tun, dass Jean Sarkozy der Sohn seines Vaters sei, erklärte er. Der scheidende EPAD-Chef und Minister für wirtschaftlichen Aufschwung, Patrick Devedjian, erklärte, Sarkozy werde das nötige Handwerkszeug dann in seinem neuen Job erlernen. «Er ist ein intelligenter Kerl», sagte Devedjian dem Sender Radio Classique. Er habe über die Personalentscheidung auch mit dem Staatspräsidenten gesprochen, erklärte der Minister.
Jean Sarkozy, der ein Mandat im Kreistag des Départements Hauts-de-Seine innehat, soll bei der nächsten EPAD-Aufsichtsratssitzung am 4. Dezember zum neuen Chef gewählt werden. (cpm/ap/)
Erstellt: 12.10.2009, 15:17 Uhr
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