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Sarkozy Junior verzichtet
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Der 23-jährige Sohn des französischen Präsidenten, Jean Sarkozy, verzichtet auf den Verwaltungsratsvorsitz der Immobiliengesellschaft EPAD, die sich um das Pariser Geschäftsviertel La Défense kümmert. Das gab Sarkozy Junior am Abend in den Nachrichten auf France 2 bekannt.
Sarkozy, der ein Mandat im Kreistag des Départements Hauts-de-Seine innehat, sollte bei der nächsten Verwaltungsratssitzung am 4. Dezember zum neuen Chef der Gesellschaft gewählt werden. Sie wickelt Milliardenverträge ab. Dass der Jurastudent einen solch einflussreichen Posten übernehmen sollte, hatte in Frankreich grossen Missmut geweckt: Die Menschen warfen Nicolas und Jean Sarkozy Vetternwirtschaft vor.
Er wolle keinen Sieg, der vom Verdacht der Vorzugsbehandlung überschattet sei, erklärte Sarkozy nun in den Abendnachrichten. «Ich habe diesen Entschluss aus meiner Seele und meinem Gewissen heraus getroffen.» Seine Entscheidung habe er alleine gefällt. «Aber ich habe mit meinem Vater darüber gesprochen – mit meinem Vater, nicht mit dem Präsidenten.»
Grosser Missmut auf den Strassen von Paris
Er werde sich lediglich als einfaches Mitglied in den Verwaltungsrat wählen lassen, erklärte Sarkozy weiter. Er klagte, er sei das Opfer einer «Kampagne voller Manipulation und Desinformation». Den Vorwurf der Vetternwirtschaft wies Sarkozy auf France 2 von sich: «Es gibt kein Legitimationsproblem, ich bin gewählt worden.»
Gemäss einer repräsentativen Umfragen waren knapp zwei Drittel der Franzosen gegen die Wahl des 23-Jährigen auf den Chefposten einer einflussreichen Behörde. Selbst unter den Sympathisanten der konservativen Regierungspartei UMP waren 51 Prozent der Befragten gegen den rasanten Aufstieg von Jean Sarkozy. (oku/sda/ap/)
Erstellt: 22.10.2009, 21:00 Uhr















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