EU fordert sofortige Gaslieferung von Russland

Aktualisiert am 12.01.2009

Die EU-Spitze hat Russland zur sofortigen Wiederaufnahme seiner Gaslieferungen aufgefordert.

Bald wieder Gas aus Russland? Gasanlage in Swidnik Duzy (Polen).

Bald wieder Gas aus Russland? Gasanlage in Swidnik Duzy (Polen).
Bild: Keystone

Genaue Überprüfung: Ein EU-Beobachter inspiziert die Gasmessstation Sudzha, nahe der Grenze zur Ukraine.

Genaue Überprüfung: Ein EU-Beobachter inspiziert die Gasmessstation Sudzha, nahe der Grenze zur Ukraine. (Bild: Keystone)

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Mit der erneuten Unterzeichnung des Abkommens durch die Ukraine seien alle Bedingungen für eine Beendigung der Blockade erfüllt, hiess es.

«Russland hat keinen Grund, die Lieferungen nicht sofort wieder aufzunehmen», sagte der tschechische Industrieminister und Vorsitzende des EU-Energieministerrats, Martin Riman, am Montag vor einem Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen.

Die ukrainische Seite habe die gemeinsame Vereinbarung inzwischen ohne zusätzliche Erklärungen unterzeichnet und die Beobachter seien wie von Russland gefordert an den Messstationen entlang der Pipelines im Einsatz, sagte Riman.

Eine offizielle Bestätigung aus Kiew lag zunächst nicht vor. Die russische Agentur Interfax meldete unter Berufung auf Delegationskreise, auf ukrainischer Seite hätten Vize- Regierungschef Grigori Nemyrja und ein Vertreter des Energieversorgers Naftogas das Dokument unterschrieben.

Versorgungsengpässe in Balkanländern

Seit Mittwoch fliesst aus Russland kein Gas mehr in die Ukraine. Wegen des Streits beklagen mittlerweile mehrere mitteleuropäische Staaten Versorgungsengpässe. Ungarn unterbrach in der Nacht auf Montag seine Gaslieferungen nach Serbien und Bosnien-Herzegowina.

Wie der ungarische Versorger FGSZ mitteilte, war die Gaszufuhr aus Österreich ab 4 Uhr MEZ mehrmals auf Null gesunken. Über Österreich hätten in Ungarn die Tagesrationen von 2,7 Millionen Kubikmeter Gas für Serbien und 1,5 Millionen Kubikmeter Gas für Bosnien ankommen sollen.

Der österreichische Verteiler habe aber nicht bestätigt, dass diese Mengen am Montag geliefert würden, hiess es bei FGSZ. Sobald diese Lieferungen eingingen, würden sie an die Balkanländer weitergeleitet werden. (mbr/sda/ap)

Erstellt: 12.01.2009, 11:27 Uhr

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