Ausland

Nato vertraut auf Atomwaffen

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen will an Atomwaffen als Instrument der Abschreckung vorerst festhalten. Er äusserte sich auch zu einer möglichen Mitgliedschaft Russlands.

Lässt alles offen: Rasmussen hält «im Prinzip» eine Nato-Mitgliedschaft Russland für möglich.

Lässt alles offen: Rasmussen hält «im Prinzip» eine Nato-Mitgliedschaft Russland für möglich.
Bild: Keystone

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«Atomwaffen werden ein wesentliches Element der glaubwürdigen Abschreckung in der Zukunft bleiben», sagte er bei einer internationalen NATO-Konferenz. So lange Staaten und nichtstaatliche Strukturen existierten, die in den Besitz von Atomwaffen kommen wollten, sollte auch die NATO Atomkapazitäten behalten, sagte er über die neue Strategie der NATO am Freitag in Warschau. Der Abbau solle auf «ausgewogene Weise» stattfinden.

Wie Rasmussen betonte, solle die Hauptaufgabe des Bündnisses die Verteidigung des Territoriums sowie der Bevölkerung der Mitgliedsstaaten bleiben. Es gebe dabei keinen Widerspruch zwischen dieser Aufgabe und den neuen Aufträgen wie Kampf gegen den Terrorismus oder Verteidigung gegen Raketenangriffe. Die neue Strategie soll im November beschlossen werden.

Strategische Partnerschaft

Zur Diskussion über eine mögliche NATO-Mitgliedschaft Russlands meinte Rasmussen, «im Prinzip» könnte Russland, wie jedes europäische Land, eingeladen werden. Es sei aber kein realistisches Szenario, weil Russland - nach seiner Einschätzung - um den Beitritt nicht ersuchen wolle. Stattdessen sollte die NATO mit Russland eine strategische Partnerschaft entwickeln. (jak/sda/)

Erstellt: 12.03.2010, 13:44 Uhr

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