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Nach Amoklauf von Winnenden: Deutschland verschärft Waffenrecht

Aktualisiert am 27.05.2009

Als Konsequenz aus dem Amoklauf an einer Schule sollen Waffenbesitzer in Zukunft strenger kontrolliert werden. Doch der Staat erwartet Widerstand gegen die Reform.

Politisches Nachspiel: Anfang März erschoss ein Jugendlicher 16 Menschen mit der Waffe seines Vaters.

Politisches Nachspiel: Anfang März erschoss ein Jugendlicher 16 Menschen mit der Waffe seines Vaters.
Bild: Keystone

Geplant sind strengere Kontrollen von Waffenbesitzern, eine Amnestieregelung für illegalen Waffenbesitz und eine höhere Altersgrenze für das Schiessen mit grosskalibrigen Waffen. Zu dem ursprünglich vorgesehenen Verbot von Kampfspielen wie Paintball, Gotcha und Laserdom wird es dagegen zunächst nicht kommen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus Regierungskreisen.

Die Reform soll noch vor der deutschen Bundestagswahl verabschiedet werden. Das parlamentarische Verfahren wird aber voraussichtlich von heftigen Protesten begleitet: Dem Bund der Kriminalbeamten und den Hinterbliebenen der Opfer des Amoklaufs gehen die Pläne nicht weit genug. Schützen und Jäger fühlen sich dagegen wie Kriminelle behandelt.

Besonders umstritten ist der Plan, auch ohne Verdacht auf eine Gesetzeswidrigkeit Kontrollen von Waffenbesitzern zuzulassen. Zwar können die Betroffenen den Zugang zu ihrer Wohnung verweigern, aber nur, wenn sie einen triftigen Grund dafür vorweisen können. Ansonsten droht ihnen der Entzug des Waffenscheins. (oku/ap)

Erstellt: 27.05.2009, 10:58 Uhr


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