Holocaust-Leugner Williamson sagt ein bisschen Sorry
Aktualisiert am 26.02.2009 15 Kommentare
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Der katholische Nachrichtendienst Zenit in Rom zitierte den umstrittenen Bischof Richard Williamson am Donnerstag mit den Worten: «Ich entschuldige mich vor Gott bei allen Seelen, die sich ehrlich über das empört haben, was ich gesagt habe.»
Angesichts der Folgen bereue er, dass er sich derart geäussert habe. Der Bischof fügte hinzu, wenn er vorher gewusst hätte, welchen Schaden er anrichte, dann hätte er geschwiegen. Dabei nannte Williamson Verletzungen «besonders der Kirche, aber auch der Überlebenden und Angehörigen von Opfern von Ungerechtigkeit im Dritten Reich».
Weltweite Empörung nach TV-Interview
Der Geistliche der Pius-Bruderschaft hatte am 21. Januar im schwedischen Fernsehens erklärt, dass in den Konzentrationslagern des NS-Regimes kein einziger Jude vergast worden sei. Ausserdem sagte er, es seien nicht sechs Millionen Juden, sondern 200'000 bis 300'000 getötet worden.
Die Äusserungen machten Schlagzeilen, weil Papst Benedikt XVI. kurz darauf die Exkommunikation Williamsons und dreier weiterer Bischöfe der fundamentalistischen Pius-Bruderschaft aufgehoben hatte. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wurde deswegen weltweit kritisiert. Der Papst forderte Williamson schliesslich auf, seine Äusserungen zurückzunehmen. Argentinien, wo der Bischof zuletzt lebte und ein Seminar leitete, wies den Geistlichen aus, der daraufhin nach England zurückflog.
«Bedauern dritter Klasse»
Iris Rosenberg vom Jad-Vaschem-Museum in Israel sagte am Abend: «Die Millionen von Juden, die im Holocaust ermordet wurden, und die Überlebenden, die verfolgt wurden, warten nicht auf seine Entschuldigung.» Wenn Williamson seine Äusserungen wirklich bereue, müsse er auch zugeben, dass sie falsch gewesen seien.
Der Vizepräsident des Zentralrat der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, sprach von einer «verkorksten» Erklärung und einem «Bedauern dritter Klasse». Williamson habe seine Äusserungen nicht zurückgezogen, sondern bedaure nur, «dass seine Worte schädlich gewirkt haben», sagte Graumann der Internet-Ausgabe des «Handelsblatts». Damit sei das Thema «keineswegs vom Tisch, sondern aktueller als je zuvor». (vin/ap/sda)
Erstellt: 26.02.2009, 22:21 Uhr
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15 Kommentare
wie es scheint, kommen bestimmte gruppierungen der katholischen kirche nicht mehr aus dem braunen sumpf heraus, in welchem sie seit dem 2. weltkrieg stecken. die geschichte zeigt viele haarsträubende fälle von offensichtlicher kollaboration und duckmäusertum mit und vor den nazis auf. solche leute wollen 'gottesmänner' sein? sie haben sich schon lange vom wahren christentum verabschiedet...... Antworten
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