«Guttenberg sagt die Unwahrheit»
Wehrt sich via Presse: Der entlassene Generalinspekteur. (Bild: Keystone)
Angeschossen: Karl-Theodor zu Guttenberg.
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Gegenüber der Wochenzeitung «Die Zeit» sagte Schneiderhan über die Abläufe am Tag seiner Entlassung, dem 25. November: «Was diesen 25. nachmittags angeht, sagt er die Unwahrheit.» Er beklagte sich ausserdem über Aussagen von Karl-Theodor zu Guttenberg in Interviews, wonach ihm, Guttenberg, wichtige Akten vorenthalten und Berichte unterschlagen worden seien.
«Das finde ich inzwischen ehrenrührig. Unterschlagen hat für mich den Geschmack des Vorsatzes, und es gab keinen Vorsatz», so Schneiderhan. «Dass er vorschnell formuliert, ist bekannt», sagte er weiter über den Minister, «aber das hier ist schon eine Steigerungsstufe.»
Guttenbergs Vorwärts und Zurück
Hintergrund der Vorwürfe von Schneiderhan ist die Affäre um die militärische und politische Verantwortung für den Raketenangriff auf zwei Tanklastwagen in Kundus in Afghanistan. Guttenberg hatte den Angriff zunächst als «militärisch angemessen» bezeichnet, musste dies aber später zurücknehmen. Der Verteidigungsminister sagte, ihm hätten nicht alle Berichte über den Vorfall vorgelegen.
Schneiderhan erklärte in der «ZEIT» erneut, er übernehme die Verantwortung dafür, dass dem Minister nicht alle Berichte vorlagen. Der Minister hätte ihn in den einstweiligen Ruhestand versetzen können, «damit hätte man es einfacher gehabt, mich zu entsorgen». Schneiderhan sollte ohnehin im Juli 2010 aus dem Amt scheiden. (raa)
Erstellt: 16.12.2009, 11:26 Uhr
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