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«Griechenland will atmen können»

Aktualisiert am 16.01.2012 27 Kommentare

Am Montag wird in Athen die Troika das neue Rettungsprogramm für Griechenland verhandeln. Das Land ist in einer kritischen Situation, es ist hoch verschuldet.

Dunkle Wolken: Der Partheon am 12. Januar 2012.

Dunkle Wolken: Der Partheon am 12. Januar 2012.
Bild: AFP

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Am Montag beginnen die Troika-Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds in Athen mit den Verhandlungen über das neue Rettungsprogramm für Griechenland. Das Team muss die Umsetzung der Reformen prüfen und analysieren, ob die bisher geplante Hilfe von 130 Milliarden Euro aus den Euro-Staaten und ein Verzicht von 100 Milliarden Euro seitens der Banken und Fonds zur Sicherung der griechischen Schuldentragfähigkeit ausreichen.

Griechenland steht beim Privatsektor mit 206 Milliarden Euro in der Kreide. Banken und Fonds sollen 100 Milliarden Euro davon erlassen, und den Rest in neue Schuldscheine umtauschen. Knackpunkt ist aber vor allem, zu welchen Konditionen Griechenland die verbliebenen gut 100 Milliarden Euro zurückzahlt. Die Gespräche wurden am Freitag unterbrochen, in wenigen Tagen soll es weitergehen. Eine Einigung gilt als Voraussetzung für weitere EU-Hilfen, die notwendig sind, um Griechenland vor einer Staatspleite zu bewahren.

Deutscher Aussenminister in Athen

Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle war am frühen Abend zu einem Kurzbesuch in Athen angekommen. Dort traf er sich mit dem griechischen Ministerpräsidenten Lukas Papademos, Aussenminister Stavros Dimas und dem Vorsitzenden der konservativen Partei Nea Dimokratia, Antonis Samaras, der sich Hoffnung macht, bei der im Frühjahr anstehenden Neuwahl an die Spitze der Regierung zu rücken.

Westerwelle hat den Griechen angesichts ihrer dramatischen finanziellen Lage Mut zugesprochen und sie zu weiteren Reformen angespornt. Was die griechische Bevölkerung bislang mitgetragen habe, verdiene Respekt, sagte Westerwelle am Sonntagabend in Athen. Die Reformen seien hart, aber notwendig, betonte er. Zugleich versicherte er, Deutschland stehe weiter solidarisch zu Griechenland. «Wir wollen die Probleme gemeinsam meistern.» Dimas sagte, sein Land sei in einer sehr kritischen Situation. Die Griechen hätten strenge Reformen hinter sich. «Sie haben harte Opfer gebracht.» Viele seien aber verzweifelt, weil sie den Eindruck hätten, dass diese Opfer umsonst seien. «Griechenland will atmen können und atmen dürfen», forderte er. Das Land brauche dazu mehr Zeit und mehr Mittel. Hier hoffe man insbesondere auf Deutschland. Dass Westerwelle ihm weitere Unterstützung zugesichert habe, sei «von enormer Bedeutung».

(kle/dapd)

Erstellt: 15.01.2012, 22:50 Uhr

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27 Kommentare

Fritz-Ulrich Hein

16.01.2012, 08:38 Uhr
Melden 29 Empfehlung

Hätte ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung ihr eigenes Land nicht betrogen und hätten sich weitere Teile der Bürger nicht der sozialen Hängematte bedient, ginge es dem Land besser.
@Herr Westerwelle: Ich spreche Ihnen das Recht ab, für mich Solidaritätserklärungen abzugeben! ICH BIN NICHT MIT GRIECHENLAND SOLIDARISCH!
Antworten


Fritz-Ulrich Hein

16.01.2012, 08:43 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Um gesund atmen zu können, bedarf es frischer Luft, verschafft euch die Luft, indem ihr eure betrügerischen Mitbürger bestraft. Antworten




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