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Frankreich macht Ernst im Kampf gegen Rauschtrinker

Aktualisiert am 10.03.2009

Den «zunehmend brutalen Alkoholkonsum» von unter 18-Jährigen duldet die französische Regierung nicht mehr. Unter 18-Jährige dürfen keinen Alkohol mehr kaufen. Ladenbesitzern drohen schmerzhafte Bussen.

Die Nationalversammlung Frankreichs hat in der letzten Nacht mit breiter Mehrheit einen Gesetzentwurf gebilligt, wonach Jugendliche keinen Alkohol mehr kaufen dürfen. Bei Verstössen soll gemäss Medienberichten eine Busse von bis zu 7500 Euro verhängt werden.

Mit der Anhebung des Mindestalters auf 18 Jahre will die Regierung dem «zunehmend alarmierenden und brutalen Alkoholkonsum» unter Jugendlichen entgegensteuern. Nach amtlichen Angaben ist die Zahl der unter 15-Jährigen, die nach Alkoholkonsum ins Spital gebracht wurden, zwischen 2004 und 2007 um 50 Prozent gestiegen.

Auch Zigarettenkauf wird verboten

Zu dem Gesetzespaket gehört auch das Verbot so genannter «Open Bars», in denen für einen bestimmten Betrag ohne Limit getrunken werden kann. Zudem sollen in Tankstellen abends und nachts der Verkauf von alkoholischen Getränken verboten werden. Schliesslich wird der Verkauf von Zigaretten an unter 18-Jährige verboten.

Derzeit dürfen in Frankreich 16-Jährige Bier und Wein bestellen sowie in Geschäften Alkohol und Zigaretten kaufen. Bevor das neue Gesetz in Kraft tritt, muss es vom Senat verabschiedet werden. (vin)

Erstellt: 10.03.2009, 14:52 Uhr


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