Eine Frage der Peersönlichkeit
Aktualisiert am 23.12.2009 32 Kommentare
... und mal lustig – aber immer berechenbar. (Bild: Keystone)
Gipfelpunkt der Peinlichkeit: Der Nazi-Vergleich im Schweizer Parlament. (Bild: Keystone)
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In einem Gespräch mit Welt-Online erläutert der ehemalige Finanzminister den Niedergang seines Berufsstands. «Der Auswahlmechanismus für das politische Personal bringt heute eine schlechtere Qualität mit sich», sagt Peer Steinbrück laut dem Bericht, «vielleicht ist die Profession des Politikers auch so wenig attraktiv, dass die besten Köpfe sich woanders engagieren.»
Es gebe in Deutschland die Erwartung, so der kantige SPD-Politiker weiter, «ein Politiker müsse herausragende Leistungen bringen, solle aber schlecht ausgestattet arbeiten und leben. Das ist bigott, grotesk und idiotisch.»
Von der Pflicht, dem Land zu dienen
Nach Steinbrücks Ansicht waren die Politiker der Fünfziger-, Sechziger- und Siebzigerjahre «markanter» als heutzutage. Nicht zuletzt auch wegen der schwierigen Vergangenheit Deutschlands: Es habe fast die Pflicht gegeben, das Land wieder auf die Beine zu bringen. «Es gab gebrochene Biografien, die aber profilbildend waren», so der Sozialdemokrat weiter, «die freie parlamentarische Rede war eine durchgängige Qualität dieser Politiker – und zwar in allen Parteien.»
Mit Blick auf den politischen Nachwuchs Deutschlands klagt Steinbrück parteiübergreifend: «In der Jungen Union und bei den Jusos planen heute Leute mit 20 bis 25 ihre politische Karriere und sind auf dem Karriereweg nachher rund geschliffen wie Eierkohle.»
Bücher, Kinder und Gewichtskontrolle
Nach seinem Abschied aus der Spitzenpolitik fühlt sich der Ex-Minister, der in der Schweiz mit Äusserungen wie der Drohung mit «Zuckerbrot und Peitsche» wenig Freunde gewann, nun «völlig ausgeglichen». Dies sagte er gegenüber der Wochenzeitung «Rheinischer Merkur». Neben dem Lesen könne er sich nun häufiger mit seinen Kindern treffen. Und er versuche derzeit abzunehmen – mit Hilfe einer Wette mit seinem Bruder, die der Motivation dient. (raa)
Erstellt: 23.12.2009, 16:29 Uhr
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32 Kommentare
zugegeben ich verstehe nicht allzu viel von der bedeutung der mimik, aber mir fällt immer wieder auf wie "aufgestelt und liebenswert " dieser zeitgenosse in die kamra blickt! lachen muss ich wenn ich den vergleich mit der bulldogge einer bekannten ziehe! Antworten
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