«Ein militärischer Schlag wird die Wende bringen»
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«Ein militärischer Schlag wird die Wende im Kampf gegen den Aufstand von Taliban-Kämpfern bringen», sagte der britische Premierminister Gordon Brown zur Eröffnung der Afghanistan-Konferenz in London. Dabei verwies der Premierminister auf die besonders von seinem Land und von den USA geplanten Truppenverstärkungen.
Er betonte aber, dieses militärische Vorgehen müsse mit verstärkten Anstrengungen beim zivilen Aufbau Hand in Hand gehen. Bis Ende 2011 solle die afghanische Armee durch verstärkte internationale Ausbildungsanstrengungen eine Stärke von 171'000 Mann und die Polizei von 134'000 Mann erreicht haben, sagte Brown.
«Lebenswichtig für unsere nationale Sicherheit»
Die internationalen Truppen werden nach den Worten Browns noch in diesem Jahr mit der Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanische Armee beginnen. Der Prozess der Übergabe werde «später in diesem Jahr» beginnen und «Distrikt für Distrikt» vonstatten gehen, sagte Brown. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Brown auf eine militärisch-zivile Doppelstrategie.
2009 sei ein schwieriges Jahr für Afghanistan gewesen, «und vor uns liegt noch eine schwierige Zeit», sagte Brown. Allen Konferenzteilnehmern sei aber bewusst, dass die Mission in Afghanistan «lebenswichtig für unsere nationale Sicherheit, die Stabilität der Region und die Sicherheit der Welt» sei.
Karsais Versprechen
Der afghanische Präsident Hamid Karzai versprach der internationalen Gemeinschaft auf der Konferenz ein härteres Vorgehen gegen die Korruption in seinem Land. Er werde den Kampf gegen die Korruption zu einer «Schlüsselaufgabe» seiner jetzigen Amtszeit machen, sagte Karzai. «Gute Regierungsführung steht ganz oben auf unserem Aktionsplan.»
Zugleich kündigte er neue Anstrengungen zur nationalen Aussöhnung an. Unter anderem solle dazu ein «Nationaler Rat für Frieden und Versöhnung» geschaffen werden. (cpm/sda)
Erstellt: 28.01.2010, 20:55 Uhr
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