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Ein Schlag gegen die baskischen Terroristen

Aktualisiert am 22.08.2009

Ermittler der spanischen und französischen Polizei haben laut einem Pressebericht ein Versteck der baskischen Terror-Organisation ETA ausgehoben – und beängstigende Funde gemacht.

Erfolgreiche Fahndung: Schon am 19. August verhafteten Polizisten drei Verdächtige im französischen Alpenort Corbier-Villarembert und stellten auch Sprengstoff sicher.

Erfolgreiche Fahndung: Schon am 19. August verhafteten Polizisten drei Verdächtige im französischen Alpenort Corbier-Villarembert und stellten auch Sprengstoff sicher.
Bild: Keystone

Der Terror der ETA – und ihre Geschichte

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Es handelt sich offenbar um das wichtigste Waffenversteck der ETA. Damit seien die Terroristen der baskischen Untergrundorganisation von der Versorgung mit Nachschub an Sprengstoff weitgehend abgeschnitten, berichtete die Madrider Zeitung «El País» am Samstag.

Das Lager wurde laut dem Bericht in den französischen Pyrenäen in der Nähe der Grenze zu Spanien entdeckt worden. Die Beamten hätten 330 Kilogramm Sprengstoff sichergestellt, hiess es.

Erfolge der intensiven Ermittlungen

Damit haben die Ermittler in den vergangenen vier Tagen sieben Waffenverstecke der ETA mit fast einer halben Tonne Sprengstoff ausgehoben. Die Entdeckung der Waffenlager war durch die Festnahme von drei mutmasslichen Terroristen möglich geworden, die den «logistischen Apparat» der ETA gebildet haben sollen.

Es sei anzunehmen, hiess es in dem Zeitungsbericht, dass aus einem dieser Lager auch die Bomben stammten, die die ETA bei ihren jüngsten Anschlägen auf der Ferieninsel Mallorca zur Explosion brachte.

Weitere Anschläge nicht auszuschliessen

Die Fahnder wiesen nach Angaben der Zeitung darauf hin, dass die ETA auch nach der Aushebung ihrer Waffenlager weiterhin in der Lage sei, Anschläge zu verüben. Die Organisation verfüge vermutlich noch über zwei Terrorzellen, die eigene Sprengstoff-Vorräte hätten.

Eine dieser Zellen werde für die Anschläge auf Mallorca verantwortlich gemacht. Bei der Fahndung nach den Terroristen verfolgen die Ermittler nach eigenen Angaben weiterhin keine heisse Spur.

Die Separatisten hatten am 30. Juli im mallorquinischen Badeort Palmanova zwei Beamte der paramilitärischen Guardia Civil mit einem Bombenanschlag getötet. Am 9. August liess sie auf Mallorca in verschiedenen Lokalen vier kleinere Sprengsätze detonieren. Dabei wurde niemand verletzt.

Bilbao: Ausschreitungen von ETA-Anhängern

In der baskischen Wirtschaftsmetropole Bilbao randalierten in der Nacht zum Samstag mehrere Anhänger der ETA. Sie setzten einen Linienbus und mehrere Autos in Brand. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Polizei nahm vier Randalierer fest. Die Ausschreitungen hatten sich daran entzündet, dass die spanische Justiz zwei Kundgebungen von ETA-Anhängern verboten hatte. (raa/sda)

Erstellt: 22.08.2009, 15:00 Uhr

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