EU-Osterweiterung: Die grosse Völkerwanderung blieb aus
Wegen des Wohlstandsgefälles zwischen Ost- und Westeuropa wurde die EU-Erweiterung auch in den westlichen Ländern der EU mit gemischten Gefühlen betrachtet. Befürchtet wurde, dass Millionen Menschen aus den neuen EU-Staaten auf der Suche nach Arbeit nach Westen ziehen würden. Tatsächlich haben sich seit dem 1. Mai 2004 laut einer von der EU-Kommission veröffentlichten Studie aber nur rund 1,1 Millionen Bürger aus den damals beigetretenen Ländern in Westeuropa niedergelassen. Die meisten von ihnen gingen nach Grossbritannien oder Irland, die ihre Arbeitsmärkte sofort für die neuen EU-Bürger geöffnet hatten.
Zudem zogen aus Rumänien und Bulgarien, die erst 2007 der EU beitraten, in den vergangenen Jahren fast 700'000 Menschen in den Westen - überwiegend nach Spanien und Italien. Insgesamt leben dem EU-Bericht zufolge heute rund 3,8 Millionen Bürger aus den ehemaligen Ostblock-Staaten in Westeuropa, über die Hälfte davon war schon vor Beginn der Ost-Erweiterung ausgewandert. (se/ap)
Erstellt: 29.04.2009, 09:51 Uhr
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